Springe auf Hauptinhalt Springe auf Hauptmenü Springe auf SiteSearch

Meldungen

Berufsunfähigkeit eines Hufschmieds

-

Zur Frage der Berufsunfähigkeit eines selbständigen Hufschmieds (in der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung) nannte das Oberlandesgericht (OLG) Celle im Urteil vom 18.9.2025 (AZ: 11 U 97/23) folgende drei Leitsätze, wie die Fachzeitschrift „Versicherungsrecht“ berichtet:

Akutbehandlung von Blutungen bei angeborenen Thrombozytenstörungen

-

Akute Blutungen stellen eine besondere Herausforderung bei Patienten mit angeborenen Thrombozytenstörungen dar, betonen die Autoren der aktualisierten S2k-Leitlinie „Therapie angeborener thrombozytärer Erkrankungen“ (AWMF-Registernummer 086 - 004; Stand: 21.10.2025, online gestellt am 23.12.2025). Ein neu eingeführtes Kapitel zur akuten Blutungssituation bietet einen strukturierten Überblick über die therapeutischen Optionen im Notfall.

Aktuelle Leitlinie „Gastrointestinale Blutung“

-

Die Inzidenz der gastrointestinalen Blutung ist weiterhin hoch, zumal häufig Patienten mit gerinnungshemmenden Substanzen behandelt werden, erklären die Autoren der aktualisierten S2k-Leitlinie „Gastrointestinale Blutung“ der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS; AWMF-Registernummer 021-028; Stand: 16.12.2025). Um eine adäquate Versorgung und Behandlung sicherzustellen, sei ein strukturiertes, interdisziplinäres Vorgehen erforderlich

Freiheitsentziehung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie – wie geregelt?

-

Vor dem Hintergrund der Schutzbedürftigkeit des Kindes und der früheren Gewaltanwendung in Institutionen ist die heutige Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie in besonderem Maße verpflichtet, die Grundrechte aller Kinder zu wahren, erklären die Autoren der – ganz überwiegend auf Expertenkonsens beruhenden – neuen S2k-Leitlinie „Prävention, Durchführung und Nachsorge von freiheitsentziehenden Unterbringungen und Maßnahmen in Kliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie“ (AWMF-Registernummer 028-048; Stand: 6.12.2025).

Never Events – selten, aber vermeidbar und mit schweren Folgen

-

Sogenannte Never Events – schwerwiegende, erkennbare und bei Einhaltung der Sicherheitsempfehlungen theoretisch vermeidbare unerwünschte Ereignisse in der medizinischen Behandlung – sind zwar selten, führen aber häufig zu einer massiven Schädigung des Patienten, wie eine Analyse der europäischen Versicherungs- und Risikomanagment-Gruppe Relyens Mutual Insurance mit Hauptsitz in Frankreich belegt.

Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) eines Rettungssanitäters

-

Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) eines Rettungssanitäters, der in seinem Berufsleben wiederholt schwerwiegenden Ereignissen ausgesetzt gewesen ist, ist wie eine Berufskrankheit anzuerkennen. Dies hat das Landessozialgericht Baden-Württemberg in einem aktuell veröffentlichten Urteil entschieden.

Darmkrebs-Screening: IQWiG-Vorbericht zur unteren Altersgrenze und Koloskopie-Frequenz liegt vor

-

Gesetzlich Versicherte haben gemäß den aktuellen Regelungen ab einem Alter von 50 Jahren Anspruch auf eine Darmkrebs-Früherkennung. Im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) überprüft das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) derzeit die unteren Altersgrenzen sowie den zeitlichen Abstand und die Anzahl der Koloskopien zur Früherkennung bei Personen ohne Verdacht auf Darmkrebs und ohne spezifisch erhöhtes Darmkrebsrisiko.

Trastuzumab deruxtecan bei Magenkarzinom: Jetzt beträchtlicher Zusatznutzen

-

Auf Basis einer vor Zulassung gestarteten vergleichenden Studie des Herstellers sieht das IQWiG für Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem HER2-positivem Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs nun einen beträchtlichen Zusatznutzen bei einer Therapie mit Trastuzumab deruxtecan.

Änderungen bei Schutzimpfungen gegen Meningokokken und Gürtelrose: STIKO-Empfehlungen umgesetzt

-

Der Leistungsanspruch auf Schutzimpfungen gegen Meningokokken-Erkrankungen und Herpes zoster (Gürtelrose) wird sich voraussichtlich ab Februar 2026 ändern. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die aktualisierten Empfehlungen der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut (STIKO) in die Schutzimpfungs-Richtlinie übernommen. 

Für eine gute Versorgungsqualität: G-BA passt Mindestmenge für Kniegelenkersatz an

-

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die bestehende Mindestmenge für den Einsatz eines künstlichen Kniegelenks (Kniegelenk-Totalendoprothese/Knie-TEP) grundlegend überarbeitet. Es werden künftig drei fachlich eigenständige Fallkonstellationen unterschieden. Es gibt jeweils eine Mindestmenge für den erstmaligen Einsatz einer Knie-TEP, das Einsetzen einer bestimmten Art von Teilprothesen (unikondyläre Schlittenprothesen) sowie den Austausch einer Knieprothese. 

Akne-Therapie mit sichtbarem Licht

-

Zur Behandlung der Acne vulgaris mit sichtbarem Licht liegen mittlerweile vielfältige Untersuchungen vor, die eine gewisse Wirksamkeit dieser Therapiekonzepte belegen, berichtete Kai-Martin Thoms von der Klinik für Dermatologie an den Elbe Kliniken Stade-Buxtehude auf dem 19. Dermatologie-Update-Seminar am 14. und 15. November 2025 in Mainz. 

Adrenalin-Nasenspray zur Behandlung der Anaphylaxie

-

Adrenalin-Nasenspray ist in Deutschland seit Mitte des Jahres 2025 verfügbar, wobei die Zulassung derjenigen von Adrenalin-Autoinjektoren entspricht, erklärte Randolf Brehler von der Klinik für Hautkrankheiten am Universitätsklinikum Münster auf dem 19. Dermatologie-Update-Seminar am 14. und 15. November 2025 in Mainz. 

GLP-1-Rezeptor-Agonisten effektiv bei Psoriasis

-

Über die Behandlung mit GLP-1-Rezeptor-Agonisten bei Psoriasis berichtete Sascha Gerdes von der Klinik für Dermatologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, auf dem 19. Dermatologie-Update-Seminar am 14. und 15. November 2025 in Mainz. 

Intraossärer Zugang als Alternative bei der Reanimation

-

Die Wahl des Gefäßzugangs (intravenös oder intraossär) im Rahmen der Reanimation beeinflusst das Überleben beim Herz-Kreislauf-Stillstand nicht signifikant, berichtete Tim Rahmel von der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie an den Knappschaftskliniken Bochum auf dem 16. Anästhesie-Update-Seminar am 14. und 15. November 2025 in Wiesbaden. 

Perioperative myokardiale Schädigung als Komplikation bei Hochrisikopatienten

-

Über die perioperative myokardiale Schädigung als eine nicht seltene Komplikation bei Hochrisikopatienten und/oder Hochrisikoeingriffen berichtete Detlef Kindgen-Milles von der Klinik für Anästhesiologie am Universitätsklinikum Düsseldorf auf dem 16. Anästhesie-Update-Seminar am 14. und 15. November 2025 in Wiesbaden. 

Hohes OP-Risiko bei Herzinsuffizienz

-

Eine bestehende Herzinsuffizienz ist wie kaum eine andere Komorbidität mit schlechtem Outcome nach einer Operation mit Narkose verbunden, berichtete Nana-Maria Wagner von der Klinik für Anästhesiologie an der Universität Mainz auf dem 16. Anästhesie-Update-Seminar am 14. und 15. November 2025 in Wiesbaden. 

Fraglicher Nutzen der Regionalanästhesie zur Prävention chronischer postoperativer Schmerzen

-

Chronische postoperative Schmerzen betreffen je nach Eingriff bis zu 30 % der Patienten und stellen ein erhebliches klinisches und sozioökonomisches Problem dar, berichtete Thorsten Steinfeldt von der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie an der BG Unfallklinik Frankfurt am Main auf dem 16. Anästhesie-Update-Seminar am 14. und 15. November 2025 in Wiesbaden. 

Reanimation: Adrenalin vor erweiterter Atemwegssicherung

-

Aktuelle Studiendaten sprechen dafür, Adrenalin innerhalb der ersten Minuten der professionellen kardiopulmonale Reanimation systematisch vor der erweiterten Atemwegssicherung zu priorisieren, erklärte Jan-Thorsten Gräsner vom Institut für Rettungs- und Notfallmedizin am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel, auf dem 16. Anästhesie-Update-Seminar am 14. und 15. November 2025 in Wiesbaden. 

Neue Fakten über Diabetes am Steuer

-

Aktualisierte Leitlinie räumt mit überholten Annahmen auf und fordert Anpassungen im Verkehrs- und Berufsrecht
Der Ausschuss „Soziales“ der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) hat die S2e-Leitlinie „Diabetes und Straßenverkehr“ aktualisiert. Die neue Fassung zeigt: Moderne Diabetestechnik und Medikamente, die keine Unterzuckerungen bewirken, erhöhen die Sicherheit im Straßenverkehr deutlich. Gleichzeitig schaffen sie neue Perspektiven für Millionen Menschen mit Diabetes, insbesondere bei Tätigkeiten mit hoher Verantwortung. Auf der heutigen Pressekonferenz der DDG forderten Experten, veraltete berufliche und verkehrsrechtliche Vorgaben an den aktuellen medizinisch-diabetologischen Wissensstand anzupassen, um pauschale Vorverurteilungen von Menschen mit Diabetes und damit Diskriminierungen zu verhindern.