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Meldungen

PCOS als komplexe, heterogene Multisystemerkrankung

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Das Management des Polyzystischen Ovarsyndroms erfordert eine Abkehr von der bisherigen, rein symptomorientierten Behandlung, berichtete Susanne Reger-Tan, Direktorin für den Fachbereich Diabetologie und Endokrinologie am Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen, auf der 31. Jahrestagung der Nordrhein-Westfälischen Gesellschaft für Endokrinologie & Diabetologie, am 6. und 7.Februar 2026 in Osnabrück.

Bedeutung des Berufsbildes in der Berufsunfähigkeitsversicherung

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Für den medizinischen Gutachter in der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung ist die Kenntnis des konkreten Berufsbildes, welches er seiner Beurteilung zu Grunde legen soll, von entscheidender Bedeutung. Zur Klärung dieser Frage vor Gericht ist ein selbstständiges Beweisverfahren grundsätzlich zulässig, erklärte das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe mit Beschluss vom 9.12.2025 (AZ: 12 W 21/25), über welches die Fachzeitschrift „Versicherungsrecht“ (Heft 4 vom 15. Februar 2026) berichtet.

KI in der Sozialgerichtsbarkeit von zunehmender Bedeutung

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Künstliche Intelligenz (KI) gewinnt auch in der Sozialgerichtsbarkeit zunehmend an Bedeutung, berichtete die Präsidentin des Bundessozialgerichts (BSG) Christine Fuchsloch auf dem Jahrespressegespräch des Bundessozialgerichts am 11. Februar 2026.

Angebliche Arzneimittelallergie bei Kindern richtig abklären

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Ärzte werden häufig mit der Verdachtsdiagnose einer Allergie oder Überempfindlichkeit auf Arzneimittel bei Kindern und Jugendlichen konfrontiert, berichtet der Pädiater und Allergologe Christian Walter aus Bad Homburg im Hessischen Ärzteblatt (März 2026). In der Mehrzahl der Fälle kann diese Diagnose in einer leitliniengerechten Diagnostik jedoch nicht bestätigt werden.

Änderungen bei Schutzimpfungen gegen Meningokokken und Gürtelrose: STIKO-Empfehlungen umgesetzt

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Der Leistungsanspruch auf Schutzimpfungen gegen Meningokokken-Erkrankungen und Herpes zoster (Gürtelrose) wird sich voraussichtlich ab Februar 2026 ändern. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die aktualisierten Empfehlungen der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut (STIKO) in die Schutzimpfungs-Richtlinie übernommen. 

Für eine gute Versorgungsqualität: G-BA passt Mindestmenge für Kniegelenkersatz an

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Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die bestehende Mindestmenge für den Einsatz eines künstlichen Kniegelenks (Kniegelenk-Totalendoprothese/Knie-TEP) grundlegend überarbeitet. Es werden künftig drei fachlich eigenständige Fallkonstellationen unterschieden. 

Warnung vor „Krebsdiäten“

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Sogenannte Krebsdiäten können zu einer gefährlichen Mangelernährung bis hin zum Tod führen, warnt aktuell die Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin e. V. (DGEM).

Kardiale Magnetresonanztomographie bei koronarer Herzkrankheit: G-BA startet Bewertungsverfahren

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Mit einem Beschluss von 19. Februar 2026 hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) eine Methodenbewertung zur kardialen Magnetresonanztomographie (kardiale MRT) bei koronarer Herzkrankheit (KHK) für die ambulante Versorgung begonnen. Damit kann er zugleich die bisher laufenden Beratungen über eine Erprobung und die dafür notwendige Erprobungs-Richtlinie einstellen. 

Innovationsausschuss-Projekte: Neue S3-Leitlinien zur Antibiotikatherapie sowie bei kreisrundem Haarausfall

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Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss wird zwei neu entwickelte S3-Leitlinien an die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF) mit der Bitte um Veröffentlichung übermitteln. Aus dem einen erfolgreich abgeschlossenen Projekt ist die erste evidenz- und konsensbasierte S3-Leitlinie zur Behandlung von schweren Infektionen mit multiresistenten Bakterien hervorgegangen.

Neuer Alzheimer-Wirkstoff Lecanemab ohne belegten Zusatznutzen – Bewertungsergebnis des G-BA ist Basis für Preisverhandlungen

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Die vom Hersteller vorgelegten Studiendaten belegen keinen Zusatznutzen des neuen Wirkstoffs Lecanemab bei früher Alzheimer-Krankheit im Vergleich zum bisherigen Therapiestandard. Zu diesem Ergebnis kam der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA). 

Digitale Augenbelastung vor und nach der SARS-CoV-2-Pandemie

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Ergebnisse einer Online-Befragung
Infolge der SARS-CoV-2-Pandemie haben berufliche Tätigkeiten im Homeoffice stark zugenommen. Ein ergonomisch ungünstiger, häuslicher Bildschirmarbeitsplatz kann zu einer Zunahme verschiedener Augenbeschwerden führen. Eine Online-Studie des IPA und des IFA hat den Zusammenhang zwischen der Einrichtung und Nutzung von Bildschirmarbeitsplätzen im Homeoffice mit dem Auftreten einer digitalen Augenbelastung vor und nach der SARS-CoV-2-Pandemie untersucht.

Gefahren durch Vibration verhindern

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Gesundheitliche Gefahren durch Vibration bei der Arbeit können verhindert werden, wenn die Vibrationsexpositionswerte bekannt sind, denen Beschäftigte ausgesetzt sind.  

Die Bildung des Gesamt-GdB ist Aufgabe des Gerichts

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Bei einem GdB von 30 im Funktionssystem Rumpf und einem GdB von 30 im Funktionssystem Gehirn einschließlich Psyche kann ein Gesamt-GdB von 50 festgesetzt werden, wenn keine wesentliche Überschneidung der somatischen und psychischen Beschwerden besteht

Visus-Verlust nach intraokularer Silikon-Tamponade

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Die intraokulare Tamponade mit Silikon führt neben den bekannten Komplikationen wie Katarakt, Glaukom oder Keratopathie bei Kontakt mit dem Hornhautendothel manchmal zu einem unerklärlichen Visus-Verlust bei klinisch scheinbarer normalen Netzhautverhältnissen, berichtete Norbert Bornfeld vom Praxis Zentrum für Augenheilkunde in Düsseldorf auf dem 15. Ophthalmologie-Update am 28. und 29. November 2025 in Mainz.

Hohe Kosten durch Biologika bei chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen

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Biologika als Erstlinientherapie bei unkontrollierter chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen führen im Vergleich zur Operation zu hohen Mehrkosten, berichtete Thomas Kühnel von der Klinik und Poliklinik für HNO am Universitätsklinikum Regensburg auf dem 19. HNO-Update-Seminar am 21. und 22. November 2025 in Berlin.  Das sei auch in der öffentlichen Diskussion ein immer wichtigeres Thema.

Aktuelle Erkenntnisse zur Tonsillektomie

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Die aktuelle Studienlage zum Thema Tonsillektomie und Adenotonsillektomie bei Kindern präsentierte Sarina Müller von der Hals-, Nasen- und Ohrenklinik, Kopf- und Halschirurgie am Universitätsklinikum Erlangen auf dem 19. HNO-Update-Seminar am 21. und 22. November 2025 in Berlin. 

Erfassung von Hörschäden bei Musikern ist schwierig

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Die Erfassung von Hörschäden bei Musikern ist besonders schwierig, erklärte Gerhard Hesse von der Tinnitus-Klinik am Krankenhaus Bad Arolsen auf dem 19. HNO-Update-Seminar am 21. und 22. November 2025 in Berlin: Die Betroffenen wollen sich häufig nicht als hörgeschädigt erkennen lassen, weil sie um berufliche Konsequenzen fürchten.

Fristen für Meldung des „Ausbruch“ einer Borreliose bei der privaten Unfallversicherung

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Legen die Bedingungen einer privaten Unfallversicherung fest, dass auch der „Ausbruch“ der Infektionskrankheit Borreliose als versicherter Unfall gilt, so stellt das für den Eintritt des Versicherungsfalles erkennbar auf den Zeitpunkt ab, in dem die ersten Symptome dieser Erkrankung auftraten, so der 1. Leitsatz eines Urteils des Oberlandesgerichts (OLG) Saarbrücken vom 5.2.2025 (AZ: 5 U 31/24), über welches die Fachzeitschrift „Versicherungsrecht“ (Heft 3 vom 1. Februar 2026) berichtet.

DVT nicht als Standard vor Entfernung retinierter Weisheitszähne zu fordern

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Aus forensischer Sicht kann eine DVT-Aufnahme vor der Entfernung retinierter und verlagerter Weisheitszähne nicht als Standard gefordert werden, erklärte Stefan Haßfeld, Geschäftsführer und ärztlicher Direktor der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie am Klinikum Dortmund, auf dem 17. MKG-Update-Seminar am 30. und 31. Januar 2026 in Wiesbaden.