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Meldungen

Nach Knochenbrüchen im Winter konsequent auf Osteoporose prüfen!

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Frakturen können ein erstes Anzeichen für eine bislang unerkannte Osteoporose sein, warnte die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM) am 15. Januar 2026. Allerdings erhalten viele Menschen nach Knochenbrüchen nicht die notwendige internistische Anschlussversorgung, um eine Osteoporose als Ursache frühzeitig zu erkennen.

Entwurf für neue GOÄ: Deutlich bessere Honorare für Gutachter vorgesehen

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Vor wenigen Tagen wurde der von der Bundes­ärzte­kam­mer und dem Verband der privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) konsentierte Entwurf einer neuen Gebührenverordnung für Ärzte (GOÄ), welcher seit Anfang Juni 2025 beim Bundesgesundheitsministerium vorliegt, vorgestellt. Darin ist auch eine deutlich bessere Honorierung für aufwändige ärztliche Gutachten vorgesehen.

„Komplementäre“ und „alternative“ Methoden beim Mammakarzinom

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In der aktuellen S3-Leitlinie „Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms“ (Version 5.0 vom Dezember 2025; AWMF-Registernummer: 032-045OL) wird auch das Thema „komplementäre“ und „alternative“ Methoden angesprochen:

Schweigepflicht gilt auch für medizinische Gutachten

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Ein medizinischer Sachverständiger unterliegt bei Erstellung eines Gutachtens grundsätzlich der ärztlichen Schweigepflicht, auch gegenüber einer ärztlichen Verrechnungsstelle.
Ohne Einwilligung des Begutachteten in die Weitergabe von Daten ist eine Abtretung von Vergütungsansprüchen eines Sachverständigen an eine ärztliche Verrechnungsstelle wegen Verstoßes gegen die Schweigepflicht nichtig.

Kein Zugang zur beitragsfreien Familienversicherung über kurzzeitigen Bezug einer Teilrente

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Ehepartner sind nicht familienversichert, wenn sie ihre Altersrente lediglich für wenige Monate als Teilrente in Anspruch nehmen und dadurch in dieser Zeit die Einkommensgrenze für den Zugang zur Familienversicherung unterschreiten. Dies hat der 6a. Senat des Bundessozialgerichts am 22. Januar 2026 für die noch bis zum 31. Dezember 2025 geltende Rechtslage entschieden und die Revision des Klägers zurückgewiesen (Aktenzeichen B 6a/12 KR 14/24 R).

Neue ambulante Kassenleistung: Hautbestrahlung bei Akne inversa

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Künftig können Menschen mit leichter bis mittelschwerer Akne inversa, auch Hidradenitis suppurativa genannt, zusätzlich zur lokalen antibiotischen Salbentherapie mit einer Kombination aus intensiv gepulstem Licht (IPL) und Radiofrequenz (RF) behandelt werden.

Außerklinische Intensivpflege kann künftig per Videosprechstunde verordnet werden

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Künftig können auch Leistungen der außerklinischen Intensivpflege im Rahmen einer Videosprechstunde verordnet werden. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat nun festgelegt, unter welchen Voraussetzungen das für Ärztinnen und Ärzte möglich sein wird. 

Verurteilung eines Berliner Arztes wegen Mitwirkung an einer Selbsttötung rechtskräftig

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Der in Leipzig ansässige 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat die Revision des Angeklagten gegen ein Urteil des Landgerichts Berlin I vom 8. April 2024 verworfen. Das Landgericht hat den Angeklagten für seine Mitwirkung an der Selbsttötung einer 37-jährigen Geschädigten wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt. Vom wegen seiner Mitwirkung an einem vorhergehenden Suizidversuch der Geschädigten erhobenen Vorwurf eines versuchten Tötungsdelikts hat es ihn freigesprochen.

Begutachtungen bei Traumatisierungen

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1. Bei schweren Traumatisierungen können im Umfeld von Begutachtungen Symptome stärker werden, das stellt aber keine Retraumatisierung dar.
2. Wenn vor der Untersuchung Medikamente abgesetzt werden, hat dies keinen therapeutischen Hintergrund, dies wäre nichts anderes als eine Abhängigkeit der Therapie von Begutachtungen oder im Kontext mit Verfahren.

Morbus Crohn: Pflegeaufwand bei GdB-Bewertung berücksichtigen

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Bei der GdB-Bewertung einer Morbus Crohn-Erkrankung kann ein durch die hygienische Versorgung bedingter erheblicher Pflegeaufwand zusätzlich berücksichtigt werden – Urteil des LSG Niedersachsen-Bremen vom 26.November 2025 - L 5 SB 25/21

Kiefergelenk-Endoprothese schenkt Patientin neue Lebensqualität

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Ein medizinischer Meilenstein in der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie gelang in Kassel: An den dort ansässigen Helios Kliniken wurde eine patientenspezifische Kiefergelenk-Endoprothese implantiert. Der hochspezialisierte Eingriff ermöglicht einer 55-jährigen Patientin nach jahrelangem Leidensweg wieder eine nahezu normale Mundöffnung – damit sind alltägliche Dinge wie Essen oder Zähneputzen für sie endlich wieder möglich. Ein gelungenes Beispiel dafür, wie individualisierte Medizin und spezialisierte MKG-Chirurgie selbst in schwersten Fällen neue Perspektiven eröffnen können – betont die Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie e.V. (DGMKG).

Radiotherapie als Bridging vor CAR-T-Zelltherapie

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In den letzten Jahren hat sich die Radiotherapie zunehmend als wesentlicher Bestandteil der Bridging-Strategie vor einer CAR-T-Zelltherapie bei rezidivierten oder refraktären aggressiven B-Zell-Lymphomen etabliert, berichtete Christian Baues von der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum auf dem 9. Radioonkologie-Update-Seminar am 14. und 15. November 2025 in Berlin

Katheter-assoziierte tiefe Venenthrombosen – häufig und gefährlich

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Katheter-assoziierte tiefe Venenthrombosen stellen eine der häufigsten und klinisch bedeutsamsten Komplikationen bei Patienten dar, die auf zentralvenöse Katheter angewiesen sind, berichtete Beyhan Ataseven von der Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe an der Universität Bielefeld-Klinikum Lippe auf dem 19. Gynäkologische-Onkologie-Update-Seminar am 14. und 15. November 2025 in Mainz.

Welcher Sicherheitsabstand bei der OP des frühen Vulvakarzinoms?

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Die Therapie der Wahl des lokoregionär begrenzten Vulvakarzinoms besteht in einer kompletten Resektion des betroffenen Areals, wobei das Ausmaß der lokalen Resektion dabei über die Jahre immer mehr abgenommen hat, berichtete Linn Wölber von der Klinik für Gynäkologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf auf dem 19. Gynäkologische-Onkologie-Update-Seminar am 14. und 15. November 2025 in Mainz.

Erhöhtes Lymphom-Risiko bei Sjögren-Erkrankung

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Das Lymphom-Risiko bei Sjögren-Erkrankung ist deutlich erhöht, berichtete Miriam Wittmann von der Hautklinik an der Universitätsmedizin in Mainz auf dem 19. Dermatologie-Update-Seminar am 14. und 15. November 2025 in Mainz. 

Soziales Entschädigungsrecht – Covid-19-Schutzimpfung nicht ursächlich für Gesundheitsbeschwerden

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Wer durch eine von einer zuständigen Landesbehörde öffentlich empfohlene Schutz­­impfung eine gesundheitliche Schädigung erlitten hat, erhält wegen der gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen der Schädigung auf Antrag Versorgungsleistungen. Dabei müssen die Impfung, eine unübliche Impfreaktion und die Schädigungsfolge mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Für den ursächlichen Zusammenhang hingegen gilt, dass mehr für als gegen diesen spricht. Die bloße Möglichkeit eines Kausalzusammenhangs ist hingegen nicht ausreichend.

Versorgung von Frauen nach sexualisierter Gewalt

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Mit der erstmals erstellen S1-Leitlinie „Empfehlungen zur Betreuung und Versorgung von weiblichen Betroffenen sexualisierter Gewalt“ (AWMF-Registernummer 015-097; Stand: 1.1.2026) soll eine Verbesserung und Standardisierung der ärztlichen Versorgung, Betreuung von und der Spurensicherung bei weiblichen Betroffenen sexualisierter Gewalt in der Bundesrepublik Deutschland erreicht werden.

Retraumatisierung bei PTBS durch Begutachtung?

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Kann es zu einer Retraumatisierung bei posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) durch eine Begutachtung durch den vom Gericht bestellten Gutachter kommen? Zu dieser Frage nahm das Landessozialgericht (LSG) Baden-Württemberg mit Urteil vom 4.12.2025 (AZ: L 6 VE 1308/25) Stellung.

Schmerzensgeld von 1 Million Euro wegen schwerer Hirnschädigung infolge mehrerer grober Behandlungsfehler bei der Geburt

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Ein nach sechs groben Behandlungsfehlern bei der Geburt erlittener schwerer Hirnschaden rechtfertigt einen neuen Höchstbetrag des Schmerzensgeldes von einer Million Euro, so der Tenor eines (nicht rechtskräftigen) Urteils des Landgerichts (LG) Göttingen vom 14.8.2025 (AZ: 12 O 85/21) über welches die Fachzeitschrift „Versicherungsrecht“ berichtet.