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Alle Artikel zum Thema Aus der Rechtsprechung

Stationäre Rehabilitationsmaßnahme kann unter die Leistungspflicht der privaten Krankenversicherung fallen

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Eine stationäre Rehabilitationsmaßnahme, die kein gesetzlicher Träger veranlasst hat, fällt nicht ohne Weiteres unter den Risikoausschluss „Kur- und Sanatoriumsbehandlung“ in § 5 Abs. 1 d) der Musterbedingungen der privaten Krankenversicherung (MB/KK 2009), erklärte das Oberlandesgericht (OLG) Nürnberg mit Urteil vom 13.10.2025 (AZ: 8 U 447/24), über welches die Fachzeitschrift „Versicherungsrecht“ (Heft 17/2026 vom 1. September 2026) berichtet.

Berufsunfähigkeit in der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung: Bedeutung der Arbeitsplatzbeschreibung

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An der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) orientierte für den medizinischen Gutachter gut verständliche Ausführungen zur Berufsunfähigkeit in der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung gab das Oberlandesgericht (OLG) Celle im Urteil vom 22.1.2026 (AZ: 8 U 65/25), über welches die Fachzeitschrift „Versicherungsrecht“ (Heft 16/2026 vom 15. August 2026) berichtet.

Strenge Anforderungen an die Richtigkeit von Testsiegeln für Ärzte

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Urteil vom 30. Juli 2026 - I ZR 130/25: Der unter anderem für das Wettbewerbsrecht zuständige I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat entschieden, dass zur Vermeidung einer Irreführung bei der entgeltlichen Bereitstellung von Testsiegeln an Ärztinnen und Ärzte strenge Anforderungen an die Richtigkeit, Eindeutigkeit und Klarheit des Testverfahrens und der Gestaltung der Siegel zu stellen sind.

Erfolglose Verfassungsbeschwerde gegen die Untersagung der Entnahme von Blut zur Herstellung nichthomöopathischer Eigenblutprodukte

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Mit dem vom 28. Juli veröffentlichtem Beschluss hat die 1. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts die Verfassungsbeschwerde einer selbstständigen Heilpraktikerin nicht zur Entscheidung angenommen.
Die Beschwerdeführerin wendet sich mit ihrer Verfassungsbeschwerde gegen behördliche und gerichtliche Entscheidungen, mit denen ihr die Entnahme von Blut zur Herstellung nichthomöopathischer Eigenblutprodukte untersagt wurde.

Unfallversicherungsschutz im Homeoffice oder bei mobilem Arbeiten auch beim Einkauf des Mittagessens?

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Das Hessische Landessozialgericht hat in zwei Fällen zu Tätigkeiten im Homeoffice und bei mobilem Arbeiten klargestellt, unter welchen Voraussetzungen Betroffene auf Wegen zum Erwerb des Mittagessens in der Mittagspause gesetzlich unfallversichert sind.

Bedeutung des Stichtagsprinzips in der Berufsunfähigkeitsversicherung

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Die Bedeutung des „Stichtagsprinzips“ in der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung erläuterte das Oberlandesgericht (OLG) Celle mit Urteil vom 13.3.2025 (AZ: 11 U 124/24), über welches die Fachzeitschrift „Versicherungsrecht“ (Heft 13 vom 1. Juli 2026) berichtet:

 „Abnehmspritze“ zur bloßen Gewichtsreduktion fällt nicht unter die Leistungspflicht der PKV

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Die Kosten für eine „Abnehmspritze“ (hier mit dem Medikament Mounjaro®, Wirkstoff Tirzepatid) sind in der privaten Krankenversicherung (PKV) nicht erstattungsfähig, wenn für die ärztlich verordnete Behandlung zur Reduzierung von Adipositas ohne Behandlungs- oder Therapiekonzept keine medizinische Notwendigkeit besteht, erklärte das Landgericht (LG) Nürnberg-Fürth mit Endurteil vom 21.05.2026 (AZ: 8 O 4860/25), wie die Bayerische Staatskanzlei mitteilt.

Pflegeversicherung Ursprüngliche Angaben maßgeblich

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Art und Umfang von Leistungen der Pflegeversicherung bestimmen sich nach dem Pflegegrad. Dieser wird grundsätzlich nach Begutachtung der Betroffenen im häuslichen Wohnbereich festgesetzt. Seit Beginn der Corona-Pandemie ist in Ausnahmefällen eine Begutachtung der Betroffenen u.a. anhand ihrer Angaben ohne persönliche In-Augenscheinnahme zulässig (§ 147 SGB XI; nunmehr § 18a Abs. 2 Nr. 2 SGB XI).

Privatärztliche Behandlung: Fantasie-Gebührenziffer muss nicht bezahlt werden

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Art und Umfang von Leistungen der Pflegeversicherung bestimmen sich nach dem Pflegegrad. Dieser wird grundsätzlich nach Begutachtung der Betroffenen im häuslichen Wohnbereich festgesetzt. Seit Beginn der Corona-Pandemie ist in Ausnahmefällen eine Begutachtung der Betroffenen u.a. anhand ihrer Angaben ohne persönliche In-Augenscheinnahme zulässig (§ 147 SGB XI; nunmehr § 18a Abs. 2 Nr. 2 SGB XI). 

Unfallversicherungsschutz im Homeoffice oder bei mobilem Arbeiten auch beim Einkauf des Mittagessens?

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Das Hessische Landessozialgericht hat in zwei Fällen zu Tätigkeiten im Homeoffice und bei mobilem Arbeiten klargestellt, unter welchen Voraussetzungen Betroffene auf Wegen zum Erwerb des Mittagessens in der Mittagspause gesetzlich unfallversichert sind.

Schlagwörter: Honorar – Sachverständige – Organisationsaufwand – Vergütung

LSG Baden-Württemberg, Beschluss vom 12. 3. 2026 – L 10 KO 223/26 B

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Leitsatz:

Der organisatorische Aufwand für die Einbestellung des Probanden, Korrespondenz mit dem Gericht wegen der Einholung von Zusatzgutachten sowie Terminabstimmungen gehören bei medizinischen Sachverständigengutachten zum hiermit üblicherweise verbundenen Aufwand und sind nicht gesondert zu...

Kein Unfallversicherungsschutz bei „IRENA“

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Die Teilnahme an einer intensivierten Rehabilitationsnachsorge (IRENA) begründet keinen Versicherungsschutz in der gesetzlichen Unfallversicherung. Dies hat der 2. Senat des Bundessozialgerichts heute entschieden (B 2 U 3/24 R).

Schlag mit einer Vase auf den Kopf des Betreuers ist ein Arbeitsunfall

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Wenn ein Betreuter seinem ehrenamtlichen Betreuer eine Vase auf den Kopf schlägt, kann das für das Opfer ein Arbeitsunfall sein. Dies gilt auch dann, wenn die Beteiligten miteinander verwandt sind und der Vorfall sich in der gemeinsamen Wohnung ereignet. Voraussetzung ist, dass der Angriff infolge der Betreuertätigkeit erfolgt ist. Das hat das Landessozialgericht (LSG) Sachsen-Anhalt in einem Fall bejaht, in dem der für den Bereich der Gesundheitsfürsorge als Betreuer zuständige Vater wegen eines Tobsuchtsanfalls seines Sohnes den Notarzt gerufen hatte und es unmittelbar danach zu dem Angriff kam.

PTBS-Assistenzhund als Leistung der Eingliederungshilfe

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Wer unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) leidet, hat unter Umständen Anspruch auf einen Assistenzhund. Das Landessozialgericht in Halle hat in einem Eilverfahren entschieden, dass das Land Sachsen-Anhalt als Träger der Eingliederungshilfe verpflichtet ist, einer jungen Frau, die als Kind Opfer von häuslicher sexueller Gewalt und Vernachlässigung geworden ist, die Spezialausbildung eines solchen Hundes zu finanzieren.

Kein Anspruch auf Entschädigung nach dem Allgemeinen Gleichstellungsgesetz (AGG) für eine blinde Patientin, der die Aufnahme in eine Rehaklinik versagt worden ist

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Der unter anderem für das Dienstvertragsrecht zuständige III. Zivilsenat hat heute entschieden, dass eine Patientin, der die Aufnahme in eine Rehaklinik versagt worden ist, weil infolge ihrer Blindheit für den Betreiber ein zusätzlicher Betreuungsaufwand entstanden wäre, keinen Anspruch auf Schadensersatz und Entschädigung nach § 21 Abs. 2 AGG hat.

Schlagwörter: Sachverständige – Gutachten – Honorar – Software – elektronischer Rechtsverkehr

Hessisches LSG, Beschluss vom 17.1.2025 – L 2 SF 45/24 K

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Leitsatz:

1. Kosten für die Anwendung von Software zur Nutzung des elektronischen Rechtsverkehrs mit den Gerichten sind übliche Gemeinkosten i. S. des § 12 Abs. 1 Satz 1 JVEG.

2. Kosten für die Anwendung von Software zur Nutzung des elektronischen Rechtsverkehrs mit den Gerichten sind keine...

Pflegeversicherung – ursprünliche Angaben maßgeblich

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Art und Umfang von Leistungen der Pflegeversicherung bestimmen sich nach dem Pflegegrad. Dieser wird grundsätzlich nach Begutachtung der Betroffenen im häuslichen Wohnbereich festgesetzt.

(LSG LSA) Schussverletzung: keine Opferentschädigung für Angehörigen des kriminellen Milieus

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Wer als Angehöriger des kriminellen Milieus bei einer Schlägerei angeschossen wird, hat keinen Anspruch auf staatliche Opferentschädigung. Das hat das Landessozialgericht (LSG) Sachsen-Anhalt in Halle entschieden.

Posttraumatische Belastungsstörung kann auch bei Leichenumbettern als WieBerufskrankheit anzuerkennen sein

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Der Kläger hatte als Leichenumbetter langjährig Weltkriegstote im In- und Ausland exhumiert und identifiziert. Die beklagte Berufsgenossenschaft sowie Sozial- und Landessozialgericht hatten es abgelehnt, eine Posttraumatische Belastungsstörung, die nicht in der Berufskrankheiten-Verordnung als Berufskrankheit gelistet ist, als Wie-Berufskrankheit anzuerkennen. Die Revision des Klägers im Überprüfungsverfahren führte zur Zurückverweisung der Sache an das Landessozialgericht.

Werbung für ärztliche Behandlungen mit medizinischem Cannabis verstößt gegen das Heilmittelwerberecht

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Der unter anderem für das Wettbewerbsrecht zuständige I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat entschieden, dass der Betreiber einer Internetplattform zur Vermittlung von Behandlungen mit medizinischem Cannabis gegen das heilmittelwerberechtliche Verbot der Publikumswerbung für verschreibungspflichtige Arzneimittel verstößt, wenn er unter Verweis auf die mit medizinischem Cannabis therapierbaren Beschwerden Behandlungsanfragen bei kooperierenden Ärzten ermöglicht.

Ansprüche wegen Corona‑Impfschäden gegen den Impfstoffhersteller

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Eine Frau macht gesundheitliche Schäden nach einer Corona‑Impfung mit dem Impfstoff Vaxzevria geltend und nimmt den Hersteller auf Schadensersatz in Anspruch. Sie behauptet, die Impfung habe unter anderem zu einem vollständigen Hörverlust auf einem Ohr geführt. Vor Gericht verlangt sie Auskunft über bekannte Wirkungen und Nebenwirkungen des Impfstoffs sowie Ersatz materieller und immaterieller Schäden.

Privatärztliche Behandlung: Fantasie-Gebührenziffer muss nicht bezahlt werden

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Stellt ein Arzt für eine privatärztliche Behandlung eine Rechnung aus, so darf er sich hierfür nicht eine Gebührenziffer ausdenken, die in der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) gar nicht vorgesehen ist. Dies hat das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg mit Urteil vom 27. Februar 2026 (Aktenzeichen: L 4 KR 289/21) entschieden.

Mindestmengenregelungen: Ergänzung einer neuen Mindestmenge Revisionseingriffe nach Kniegelenk-Endoprothesen

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Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat in seiner Sitzung am 18. Dezember 2025 beschlossen, die Anlage der Mindestmengenregelungen (Mm-R) in der Fassung vom 21. März 2006 (BAnz. S. 5389), die durch die Bekanntmachung des Beschlusses vom 18. Dezember 2025 (BAnz AT 17.02.2026 B5) zuletzt geändert worden ist, wie folgt zu ändern:

Mindestmengenregelungen: Ergänzung einer neuen Mindestmenge Unikondyläre Schlittenprothesen

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Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat in seiner Sitzung am 18. Dezember 2025 beschlossen, die Anlage der Mindestmengenregelungen (Mm-R) in der Fassung vom 21. März 2006 (BAnz. S. 5389), die durch die Bekanntmachung des Beschlusses vom 18. Dezember 2025 (BAnz AT 17.02.2026 B5) zuletzt geändert worden ist, wie folgt zu ändern:

Landgericht Darmstadt, Beschluss vom 10.11.2025 – 19 O 527/16

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Schlagwörter: Honorar – Sachverständige – KI-Nutzung

Leitsatz:

Verwendet ein Sachverständiger bei der Erstellung seines Gutachtens in erheblichem Umfang KI, ohne dies dem Gericht gegenüber zu deklarieren, so kann allein deswegen seine Vergütung auf EUR 0,00 festgesetzt werden.

Tenor:

Die Vergütung...