Invasive Pilzinfektionen stellen eine zentrale Komplikation moderner hämatologischer Therapien dar, berichtete Martin Hönigl von der Klinischen Abteilung für Infektiologie an der Medizinischen Universität Graz (Österreich) auf dem 14. Infektiologie-Update-Seminar am 8. und 9. Mai 2026 in Berlin.
Die steigende Zahl von Krankmeldungen aufgrund psychischer Erkrankungen und die damit verbundenen langen Ausfallzeiten der Beschäftigten sind wesentliche Faktoren für den Anstieg der Krankenstände in Deutschland, berichtete der AOK-Bundesverband am 8. Oktober 2026.
Entzündlich-rheumatische Erkrankungen können nicht nur die Gelenke, sondern auch das Herz und die Gefäße belasten. Darauf wies die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie (DGRh) anlässlich des Welt-Rheuma-Tag am 12. Oktober 2026 hin und verwies auf die aktuelle S3-Leitlinie „Management kardiovaskulärer Komorbiditäten entzündlich-rheumatischer Erkrankungen“.
Gefäßerkrankungen verlaufen bei Frauen nicht selten anders als bei Männern und werden häufig später erkannt, berichtete die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e.V. (DGG) am 1. Oktober 2026.
Über aktuelle Erkenntnisse aus dem Anaphylaxie-Register zu Nahrungsmitteln als Auslöser einer schweren allergischen Reaktion berichtete Margitta Worm vom Allergie-Centrum der Charité – Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie in Berlin, auf dem 21. Deutschen Allergie-Kongress vom 1. bis 3. Oktober in Wiesbaden.
Bis zu 12 % der erwachsenen Patienten, die in Deutschland in eine Klinik aufgenommen werden, geben an, eine Penicillinallergie zu haben, was zu Problemen in der ärztlichen Behandlung führen kann, berichtete die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie (DGI) am 29. September 2026.
Künstliche Intelligenz wird pränatale Ultraschalldiagnostik verändern – nicht weil sie Ärzte ersetzt, sondern weil sie Untersuchungen standardisierter, reproduzierbarer und qualitativ höherwertig machen kann, erklärte Christian Enzensberger, Leiter der Sektion Pränatal- und Geburtsmedizin am Universitätsklinikum Aachen und Stellvertretender Leiter des DEGUM-Arbeitskreises Künstliche Intelligenz auf einer Online-Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) anlässlich des Dreiländertreffens 23. bis 26. September 2026 in Mainz.
Bei Kopf-Hals-Karzinomen kann der intraoperative Ultraschall helfen, bessere onkologisch-chirurgische Ergebnisse zu erzielen, so dass die frühen Tumorstadien keiner postoperativen Therapieeskalation bedürfen, berichtete Naglaa Mansour, Geschäftsführende Oberärztin der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde am Universitätsklinikum Freiburg, auf einer Online-Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) anlässlich des Dreiländertreffens 23. bis 26. September 2026 in Mainz.
Die besondere Rolle der subjektiven Seite in der Akzeptanz der Invaliditätsbemessung bei Gutachten in der privaten Unfallversicherung erläuterte Klaus-Dieter Thomann, Leiter des IVM, auf einem Seminar des IVM – Privates Institut für Versicherungsmedizin am 22. September 2026 in Frankfurt/Main.
Betrugsfälle im Gesundheitswesen nehmen weiter zu, berichtete die Krankenkasse DAK-Gesundheit Ende September 2026: In den Jahren 2024 und 2025 wurden von ihr rund 2.300 neue Fälle registriert – ein Anstieg um 30 Prozent.
Wie bei jeder Intervention geht es nicht darum, ob ein patientenrelevanter Nutzen erwartet wird, sondern ob sich dieser Nutzen in RCTs belegen lässt.
Für die Routine-Diagnostik gibt es derzeit keinen Labor-Marker, der die Diagnose Long-COVID bestätigen könnte, erklärte Carmen Scheibenbogen, Leiterin der Sektion Immundefekte und Postinfektiöse Erkrankungen an der Charité Berlin, auf dem 132. Internistenkongress vom 18. bis 21. April 2026 in Wiesbaden.
Den medizinischen Disziplinen wie Pädiatrie oder (Kinder-)Zahnheilkunde kommt bei dem Thema Kindeswohlgefährdung bzw. -misshandlung eine besondere Verantwortung zu, was auch in den Heilberufsgesetzen wie z. B. in Berlin verankert ist, erklärte Christian H. Splieth, Leiter der Poliklinik für Kinderzahnheilkunde an der Universitätsmedizin Greifswald, auf dem 19. Pädiatrie-Update-Seminar am 17. und 18. April 2026 in Mainz.
Der Morbus Wilson ist zwar selten, aber eine wichtige und behandelbare Differenzialdiagnose bei Lebererkrankungen im Kindes- und Jugendalter, erklärte Kai O. Hensel, Direktor des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin am Helios Universitätsklinikum Wuppertal, auf dem 19. Pädiatrie-Update-Seminar am 17. und 18. April 2026 in Mainz.
Leistungsanspruch kann nicht über Schutzimpfungs-Richtlinie geregelt werden Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) hat anlässlich der jüngst aktualisierten Empfehlung der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut (STIKO) nochmals festgestellt:
Patientinnen und Patienten mit einer schweren Herzschwäche steht eine bereits stationär erbringbare Leistung der gesetzlichen Krankenkassen künftig auch in der vertragsärztlichen Versorgung zur Verfügung: Ein perkutan implantierter interatrialer Shunt; eine über einen Katheter eingesetzte künstliche und dauerhafte Verbindung zwischen dem linken und rechten Vorhof des Herzens. Der Leistungsanspruch ist jedoch an enge Vorgaben geknüpft:
Das Innovationsfonds-Projekt SSV-Update hat die S3-Behandlungsleitlinie „Störungen des Sozialverhaltens“ aktualisiert und weiterentwickelt. Ziel ist es, evidenz- und konsensbasierte Standards für die Prävention, Diagnostik und Behandlung bei Kindern und Jugendlichen mit entsprechenden Bedarfen zu etablieren.
Das Unfallrisiko bei der Arbeit ist im vergangenen Jahr weiter zurückgegangen. Das geht aus den Geschäfts- und Rechnungsergebnissen der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen hervor, die ihr Verband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) heute veröffentlicht hat.
Über die Störfeld-Diagnostik und Störfeld-Therapie als „das Herzstück der Neuraltherapie“ berichteten Vertreter der Internationalen medizinischen Gesellschaft für Neuraltherapie nach Huneke (IGNH) in ausführlichen Kursen auf dem 151. Fortbildungskongress des Zentralverbandes der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin (ZAEN) vom 23. bis 27. September 2026 in Freudenstadt.
Über die angebliche Bedeutung des „Zahnschemas nach Voll und Kramer“ sowie der Leber für Erkrankungen bzw. Beschwerdebilder des Bewegungsapparates referierte der Zahnarzt (!) Bodo Wettingfeld aus Arnsberg auf dem 151. Fortbildungskongress des Zentralverbandes der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin (ZAEN) vom 23. bis 27. September 2026 in Freudenstadt.
Ein besorgniserregender Grund für Sehstörungen in Verbindung mit Kopfschmerzen sind Erkrankungen mit erhöhtem Hirndruck, berichtete Julia Biermann von der Augenklinik am Klinikum Bielefeld, Universitätsklinikum OWL, anlässlich des 124. Kongress der DOG vom 24. bis 27. September 2026 in Berlin.
Die enorme Häufigkeit von Erkrankungen an der Grenzfläche zwischen Glaskörper und Netzhaut (sog. vitreoretinale Interface-Erkrankungen) gewinnt angesichts einer alternden Bevölkerung zunehmend an medizinischer und gesundheitspolitischer Bedeutung, betonte Lars-Olof Hattenbach, Direktor der Augenklinik am Klinikum Ludwigshafen und Präsident der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG), anlässlich des 124. Kongress der DOG vom 24. bis 27. September 2026 in Berlin.
Obwohl aktuelle Studien eine Zunahme der Häufigkeit der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK) nahelegen – vor allem aufgrund der demografischen Entwicklungen –, gilt die PAVK seit Jahrzehnten als unterschätzt und unterbehandelt, erklärte Christian-Alexander Behrendt, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Allgemeinen und Endovaskulären Gefäßchirurgie an der Asklepios Klinik Wandsbek und Medizinisch-Wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Instituts für Gefäßmedizinische Gesundheitsforschung der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e.V. (DGG), anlässlich der 42. DGG-Jahrestagung in Frankfurt vom 23. bis 26. September 2026 in Frankfurt.
Weaning, d. h. die strukturierte Entwöhnung eines Patienten von der maschinellen Beatmung, stellt einen zentralen Bestandteil der intensivmedizinischen Therapie dar, erklärte Michael Dreher, Direktor der Medizinischen Klinik V – Klinik für Pneumologie und Internistische Intensivmedizin am Universitätsklinikum Aachen auf dem 18. Intensivmedizin-Update-Seminar am 18. und 19. September 2026 in Köln.
Auf die Gefahr einer erheblichen Unterdosierung von Antibiotika während einer Nierenersatztherapie wies Jan T. Kielstein, Direktor der Klinik für Nephrologie, Rheumatologie, Blutreinigungsverfahren am Städtischen Klinikum Braunschweig, auf dem 18. Intensivmedizin-Update-Seminar am 18. und 19. September 2026 in Köln hin.