Bei Vorliegen eines komplizierten Verlaufs einer Sinusitis sollte immer an eine odontogene Ursache gedacht werden, da es sich um die wahrscheinlichste Ursache handelt, erklärte Michael Krimmel von der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer und Gesichtschirurgie am Universitätsklinikum Tübingen auf dem 17. MKG-Update-Seminar am 30. und 31. Januar 2026 in Wiesbaden. In solchen Fällen sollte immer eine Überweisung in eine stationäre Einrichtung erfolgen.
Zu Unterkieferfrakturen nach der Entfernung unterer Weisheitszähne kommt es insbesondere bei stark retinierten dritten Molaren, berichtete Katja Nelson von der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie am Universitätsklinikum Freiburg auf dem 17. MKG-Update-Seminar am 30. und 31. Januar 2026 in Wiesbaden.
Über einen in den letzten Jahren erfolgten Paradigmenwechsel in der Versorgung panfazialer Frakturen berichtete Andreas Neff von der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und plastische Gesichtschirurgie an der Universität Marburg auf dem 17. MKG-Update-Seminar am 30. und 31. Januar 2026 in Wiesbaden.
Über Fremdkörper-Ingestionen als häufige akute pädiatrische Notfälle in Praxis und Klinik berichtete Kai O. Hensel, Direktor des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin am Helios Universitätsklinikum Wuppertal, auf dem 19. Pädiatrie-Update-Seminar am 17. und 18. April 2026 in Mainz.
Meningitis und Sepsis im Kindesalter bleiben hochbedrohliche Krankheitsbilder, erklärte Reinhard Berner, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum in Dresden, auf dem 19. Pädiatrie-Update-Seminar am 17. und 18. April 2026 in Mainz.
Die frühzeitige Gabe von Adrenalin bleibt der wichtigste therapeutische Schritt im Management der Anaphylaxie, berichtete Matthias Kopp, Klinikdirektor und Chefarzt der Universitätsklinik für Kinderheilkunde am Inselspital der Universität Bern (Schweiz) auf dem 19. Pädiatrie-Update-Seminar am 17. und 18. April 2026 in Mainz.
Die Maskenbeatmung ist die universelle Form des Atemwegsmanagements im Kindesalter und sollte von allen, die mit kritisch kranken oder reanimationspflichtigen Kindern in Kontakt kommen können, sicher beherrscht werden, betonte Florian Hoffmann, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Dritter Orden München-Nymphenburg, auf dem 19. Pädiatrie-Update-Seminar am 17. und 18. April 2026 in Mainz.
Neue Technologien, welche die Diabetesversorgung grundlegend verändern, waren ein wichtiges Thema auf dem 132. Internistenkongress vom 18. bis 21. April 2026 in Wiesbaden, wie im Vorfeld der Veranstaltung mitgeteilt wurde.
Die Genetik hat einen zunehmenden Einfluss auf Behandlungen in der Onkologie, erklärte die Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM) anlässlich des 132. Internistenkongresses vom 18. bis 21. April 2026 in Wiesbaden.
Das Post-COVID-Syndrom (PCS) ist eine schwerwiegende Erkrankung, die eine differenzierte Diagnostik, eine multiprofessionelle Versorgung und eine kompetente Begutachtung erfordert, erklären die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) und die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) in einem am 14. April 2026 veröffentlichten gemeinsamen Positionspapier.
Eine stationäre IMST ist auch bei Kindern und Jugendlichen mit schweren chronischen Schmerzen eine international etablierte Behandlungsmethode, erklären die Autoren der neuen S2k-Leitlinie „Stationäre Interdisziplinäre Multimodale Schmerztherapie (IMST) bei Kindern und Jugendlichen“ (AWMF-Registernummer 145-006; Stand: 24.2.2026), federführend erstellt von der Deutschen Schmerzgesellschaft.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Richtlinienbestimmungen für Prüfungen des Medizinischen Dienstes (MD) bezüglich der Einhaltung von Qualitätsanforderungen und der Richtigkeit von Dokumentationen an die neuen gesetzlichen Vorgaben des Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetzes (KHVVG) angepasst.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat seine Anforderungen an das Disease-Management-Programm (DMP) für Versicherte mit Osteoporose umfassend aktualisiert
Auch für den zweiten neuen Wirkstoff zur Behandlung der frühen Alzheimer-Erkrankung hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) keinen Zusatznutzen im Vergleich zum bisherigen Therapiestandard feststellen können. Basis des Ergebnisses sind die vom Hersteller vorgelegten Studiendaten. Der Wirkstoff Donanemab richtet sich – ebenso wie der kürzlich bewertete Wirkstoff Lecanemab – gegen eine mögliche Ursache der Erkrankung, nämlich Eiweißablagerungen im Gehirn.
Die DGPPN hält die Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), dass ein Zusatznutzen des Alzheimer-Antikörpers Donanemab nicht nachzuweisen sei, für falsch und nicht im Sinne der Betroffenen. Die Fachgesellschaft kritisiert das methodische Vorgehen im Vorfeld des Beschlusses und befürchtet eine Versorgungslücke.
Mangels Evidenz kein Nutzen erkennbar für Personen ohne Krebsverdacht bzw. erhöhtes Krebsrisiko. Eine Modellierung des IQWiG zeigt aber Optionen für G-BA-Entscheidungen auf.
Die beiden größten deutschen medizinischen Fachgesellschaften auf dem Gebiet der psychischen Gesundheit haben ein Positionspapier zum Post-COVID-Syndrom (PCS) veröffentlicht. Mit dem Papier nehmen die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) und die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) eine fachspezifische Einordnung der Erkrankung vor, formulieren Empfehlungen für die Versorgung und richten klare Forderungen an Politik und die Selbstverwaltung im Gesundheitssystem. Das Ziel ist es, die Situation von Betroffenen nachhaltig zu verbessern.
Gutachter muss unfertiges Gutachten herausgeben: Auskunftsanspruch nach Art. 15 Datenschutz-Grundverordnung gegen gerichtlichen Sachverständigen geht möglichen Ansprüchen nach ZPO, JVEG oder Urheberrecht vor.
Expertinnen und Experten aus Suchtforschung, Psychiatrie und Kinder- und Jugendpsychiatrie warnen: Der zweite EKOCAN-Zwischenbericht zeichnet ein zu positives Bild der Teillegalisierung. Riskante Entwicklungen wie die Zunahme problematischer Konsummuster werden nicht klar genug benannt. In einer gemeinsamen Stellungnahme fassen die drei medizinischen Fachgesellschaften DGPPN, DG-Sucht und DGKJP ihre Schlussfolgerungen aus den Daten zusammen und machen zudem deutlich, welchen Anforderungen eine evidenzbasierte Bewertung der Legalisierungs- bzw. Teillegalisierungspolitik gerecht werden muss.
Gesetzlich Versicherte mit Long/Post-COVID können künftig mit bestimmten Arzneimitteln im sogenannten Off-Label-Use behandelt werden. Off-Label-Use bedeutet, dass die Arzneimittel außerhalb ihrer zugelassenen Anwendungsgebiete eingesetzt werden. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Voraussetzungen für die Verordnungsfähigkeit von vier Wirkstoffen durch eine Ergänzung der Arzneimittel-Richtlinie geregelt. Bei einem der Wirkstoffe bezieht sich die Off-Label-Indikation nicht nur auf Long/Post-COVID, sondern zusätzlich auf die postinfektiöse Myalgische Enzephalomyelitis/das Chronische Fatigue-Syndrom (ME/CFS). Die Behandlungsoptionen sind nach Inkrafttreten der heute gefassten Beschlüsse Bestandteil der vertragsärztlichen Versorgung.
Patienten mit steigendem Serum-PSA nach definitiver, kurativ-intendierter Prostatakarzinom-Therapie per radikaler Prostatektomie oder lokal-ablativer Bestrahlung haben ein erhöhtes Risiko für eine Erkrankungsprogression und (insbesondere bei kurzer PSA-Verdopplungszeit) auch ein hohes Risiko, am Prostatakarzinom zu versterben, berichtete Carsten Bokemeyer vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Universitäres Cancer Center Hamburg, auf dem 21. Onkologie-Update-Seminar am 16. und 17. Januar 2026 in Mainz.
Der Erhalt der Fertilität spielt bei jungen Patientinnen mit Tumorerkrankungen eine große Rolle, erklärte Karin Jordan von der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin am Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam auf dem 21. Onkologie-Update-Seminar am 16. und 17. Januar 2026 in Mainz.
Beim lokalisierten und lokal-fortgeschrittenen Nasopharynxkarzinom ist die definitive Radiatio oder Radiochemotherapie die Therapie der Wahl, erklärte Stefan Kasper-Virchow vom Westdeutschen Tumorzentrum am Universitätsklinikum Essen auf dem 21. Onkologie-Update-Seminar am 16. und 17. Januar 2026 in Mainz.
Eine aktuelle Studie zum Zusammenhang zwischen degenerativen Veränderungen der Lendenwirbelsäule und chronischen Rückenschmerzen stellte R. M. H. Berndt vom Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin auf dem Deutschen Wirbelsäulenkongress, der 20. Tagung der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft, vom 10. bis 12. Dezember 2025 in Wiesbaden vor.
Die Häufigkeit von Kreuzbeinfrakturen in Deutschland ist innerhalb von zwei Jahrzehnten dramatisch angestiegen, bedingt durch die Alterung der Bevölkerung und die unzureichende Behandlung von sog. Fragilitäts-Frakturen, berichtete Martin Naisan vom Wirbelsäulenzentrum am St.-Josefs-Hospital in Wiesbaden auf dem Deutschen Wirbelsäulenkongress, der 20. Tagung der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft, vom 10. bis 12. Dezember 2025 in Wiesbaden.