F. Erbguth, M. Tegenthoff, C. Böwering-Möllenkamp, H. Schain, C. Hansen, B. WidderZusammenfassung
Bei der Bewertung und beim Nachweis subjektiver Beschwerdekomponenten des Post-/Long-COVID-Syndroms (im Folgenden abgekürzt als PCS) und seiner Überlappung mit der Konstellation eines mit Muskelschmerzen einhergehenden vermeintlich entzündlichen Prozesses des Zentralnervensystems (myalgische Enzephalomyelitis) in Kombination mit einem Chronic Fatigue Syndrom (ME/CFS) wird in ärztlichen Bestätigungen und Gutachten teilweise auf diagnostische Verfahren Bezug genommen, die als objektivierender Beleg für das Vorliegen der Beschwerden in einem kausalen Zusammenhang mit einer vorausgegangenen SARS-CoV-2-Infektion dienen sollen. Dies gilt auch für Fatigue-betonte sogenannte „Post-Vac“-Syndrome als Impfschäden. Viele diesbezügliche Verfahren sind jedoch nicht ausreichend wissenschaftlich validiert, womit ihnen keine beweisende Bedeutung im Zusammengang mit einem PCS zukommt.
Die vorliegende Stellungnahme stellt in interdisziplinärer Erarbeitung den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand zu den hierbei am häufigsten genannten Verfahren dar. Sie berührt ausdrücklich nicht die Diagnostik von spezifischen z. B. neurologischen Komplikationen nach SARS-CoV-2-Infektionen wie etwa Enzephalopathien, Guillain-Barré-Syndromen, zerebralen arteriellen oder venösen Thrombosen bzw. Gefäßverschlüssen. Hier ist die erkrankungsspezifische Diagnostik anzuwenden. Weiterhin wird auf die DGUV-Empfehlung für die Begutachtung von Post Covid verwiesen (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, DGUV, 2025).
Schlüsselwörter Post-COVID – Longh-COVID – Begutachtung – Bewertung – Methoden&n ...
Bibliogr. Info (RIS)
Abo-Inhalt
Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Neurowissenschaftliche Begutachtung (DGNB) e. V.
Wissenschaftliche Bewertung von Methoden für den Nachweis von „Post-/Long-COVID-Syndromen“ und ihrer Überlappung mit „ME/CFS“
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