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Vorgehen bei exogener bakterieller Endophthalmitis

Die Datenlage zum besten Vorgehen bei einer exogenen bakteriellen Endophthalmitis, z. B. nach Katarakt-OP oder IVOM (intravitreale operative Medikamentengabe), ist unzureichend und beruht immer noch wesentlich auf der 30 Jahre alten Endophthalmitis-Vitrektomie-Studie, kritisierte Norbert Bornfeld vom Praxis Zentrum für Augenheilkunde in Düsseldorf auf dem 15. Ophthalmologie-Update am 28. und 29. November 2025 in Mainz.

Als gesichert kann jedoch gelten, dass die sofortige intravitreale Injektion von Antibiotika bei einem klinisch begründeten Verdacht auf eine bakterielle Endophthalmitis effektiver ist und eine bessere Prognose hat als eine verzögerte Pars-Plana-Vitrektomie. Der dadurch u. U. vermeidbare Verzicht auf eine mikrobielle Untersuchung des Glaskörper-Aspirats hat für die Prognose keine signifikanten Auswirkungen. Ob eine sofort durchführbare Glaskörperbiopsie mit intravitrealer Antibiotikatherapie die Pars-Plana-Vitrektomie ersetzen kann, ist nach der jetzigen Datenlage nicht sicher zu beurteilen, aber möglich.

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden