Da die überwiegende Mehrheit der Hodentumorpatienten geheilt werden kann, erstreckt sich bei den meist jungen Patienten die Lebenserwartung nach der Heilung über mehrere Jahrzehnte. Aus diesem Grund sollten die Patienten vor der Behandlung über häufige Langzeit-Toxizitäten informiert werden, welche durch die Einhaltung internationaler Leitlinien vermieden oder minimiert werden können.
Zudem ist eine Kontrolle im Hinblick auf Langzeit-Toxizitäten wichtig, sodass im Rahmen der Nachsorge auf bekannte Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Hyperlipidämie und Testosteronmangel untersucht und ggf. behandelt werden sollte. Weiter sollte die Toxizität von Bleomycin nicht unterschätzt werden, welche unabhängig von Anzahl der Chemotherapie-Kurse auftreten kann.
G.-M. Ostendorf, Wiesbaden