Joachim Breuer, Jürgen Fritze, Andrea Popa, Dirk Scholtysik, Julia Seifert, Michael Wich (Hrsg.)
9. Auflage 2025, Springer Verlag, begründet von Eugen Fritze
ISBN 978-3-662-609A80-4,
181 Abbildungen und 259 Tabellen
Preis 279,99 €
Seit Erscheinen der 8. Auflage des Werkes sind nunmehr über 10 Jahre vergangen. Das Interesse an diesem Standardwerk ist jedoch weiter anhaltend.
Wichtige Veränderungen, die sich in der medizinischen Wissenschaft, im Gesundheitswesen und in der Rechtsprechung ergeben haben, erforderten eine 9. Auflage, komplett überarbeitet.
Die Pandemie infolge der weltweiten Verbreitung des COVID-19-Virus hat die Anfälligkeit und Empfindsamkeit von Gesellschaften und Gesundheitssystemen offenbart, aber auch die Fähigkeit, außergewöhnlich rasch auf neue Herausforderungen zu reagieren und mit wissenschaftlicher Kooperation schnelle und wirksame Lösungen zu entwickeln.
Nicht nur durch die Pandemie bedingt, aber durch sie mit gefördert, gibt es erhebliche Änderungen im gesamten Gesundheitssystem, sei es durch das Erweitern von Leistungskatalogen im Zusammenhang mit epidemischen Erkrankungen, die stärkere Fokussierung auf psychische und altersbedingte Erkrankungen, die Erweiterung der Berufskrankheitenliste sowie strukturelle und organisatorische Anpassungen.
Hinzu kommt, dass mit weiter voranschreitender Digitalisierung und mit der rasant anwachsenden Bedeutung künstlicher Intelligenz die Möglichkeiten und Formen medizinischer Diagnostik und Therapie einen neuen Ansatz erfahren werden.
Entscheidungen können schneller und detaillierter getroffen und gefordert werden, versehen mit höherer Kritikbereitschaft und mit höherem Erwartungsdruck an Gutachterinnen und Gutachter.
Die Verlagswelt musste auf solche Veränderungen in der menschlichen Arbeitsweise, den Informationszugang und Erfahrungsaustausch über soziale Medien, zunehmend automatisierte Abläufe, aber auch die gestiegene Erwartungshaltung aller Beteiligten im letzten Jahrzehnt reagieren.
Daraus folgte, dass Printversionen generell in ihrem Verbreitungsgrad zurückgingen, während neue Digitalprodukte immer mehr in den Mittelpunkt rücken.
Selbstverständlich ergab sich vor diesem Hintergrund seitens des Verlages und der neuen Herausgeber des Standardwerkes die Frage, wie man mit einem Werk umgehen soll, dass jahrzehntelang den Anspruch erhoben und auch erfüllt hatte, den gesamten Gutachtensektor im medizinischen Umfeld abzudecken und dabei schnelle, aber auch umfassende fachübergreifende Hilfe bei der Verfassung von Gutachten zu gewährleisten.
Letztendlich wurde die Frage dahingehend beantwortet, dass sowohl an einer Print-als auch an einer digitalen Version festgehalten wird.
Mit über 1000 Seiten bietet das neue Werk einen profunden und in dieser Form noch nicht dagewesenen Erfahrungsschatz in der Printversion.
Sachverständige, die aus persönlichen oder beruflichen Gründen die digitale Wissensvermittlung bevorzugen, finden in der digitalen Ausgabe ihren idealen Begleiter.
Die Herausgeber haben sich erfolgreich der Tatsache gestellt, auf die thematisch wie inhaltlich immer komplexer werdenden Aufgaben in der vorliegenden Auflage zu reagieren.
Das Werk ist gekennzeichnet von hoher Genauigkeit und Expertise.
Die digitale Version des Werkes ermöglicht es außerdem, bis zum Erscheinen der 10. Auflage, eine ständige Aktualisierung und Anpassung an die medizinische Wissenschaft zu vollziehen. Das ist ein ganz besonderes Wesensmerkmal.
Somit ist eine umfassende, schnelle und zielgerichtete Information bei der Begutachtung stets abrufbar.
Die 9. Auflage des Standardwerkes ist in der Print- und Digitalversion für alle Fachrichtungen geeignet und hält einen nahezu unerschöpflichen Wissensfundus bereit, den diejenigen zu schätzen wissen werden, die regelmäßig auch mit interdisziplinären Begutachtungen beauftragt werden.
Prof. Dr. Thomas Müller, Döbeln