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Verdacht auf Lungenembolie umgehend abklären!

In Europa sind schätzungsweise bis zu 370.000 Todesfälle jährlich mit einer akuten Lungenembolie assoziiert; bis zu 90 % aller Todesfälle erfolgen innerhalb von zwei Stunden nach Symptombeginn. Die häufigsten klinischen Symptome einer akuten Lungenembolie sind Dyspnoe mit plötzlichem Beginn, Brustschmerz, Synkope oder Präsynkope und Hämoptysen. Anamnese und körperliche Untersuchung allein sind zur Diagnosesicherung aber nicht ausreichend.

 

Zwar kann auch in der Praxis prinzipiell die beim hämodynamisch stabilen Patienten zur Abklärung des Verdachts auf Lungenembolie eingesetzte Sonographie der Beinvenen erfolgen. Weiter kann die Echokardiographie mit Nachweis einer Rechtsherzbelastung auf eine Lungenembolie hinweisen. Im Regelfall muss der Patient mit Verdacht auf Lungenembolie jedoch stationär (mit D-Dimer-Test, ggfs. Spiral-Computertomographie) abgeklärt werden, erklärte Kluge.

 

Für die Initialbehandlung des hämodynamisch stabilen Patienten kommt eine Vielzahl an Antikoagulanzien in Frage. Bei hämodynamisch instabiler Lungenembolie besteht eine Indikation zur Thrombolyse; in diesen Fällen wird initial Heparin (Bolus 5.000 IE, dann 15– 20 IE/kg KG/h) verabreicht.

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden