Springe auf Hauptinhalt Springe auf Hauptmenü Springe auf SiteSearch

Roboter-gestützte Endoprothetik weiterhin umstritten

Unbestritten ist eine höhere Platzierungsgenauigkeit von Komponenten im Vergleich zu manueller Technik. Die vorliegenden systematischen Reviews bezüglich klinischer Outcomes bezweifeln jedoch mehrheitlich, dass sich dieser Vorteil in messbare Outcome-Verbesserungen umsetzt.

 

Dies gilt allerdings nur für die konventionellen klinischen Scores (z. B. WOMAC, HHS, Knee Society Score etc.). Bezieht man allerdings den „Forgotten Joint Score“ (FJS; ein Fragebogen mit 12 Items, der als die Patientenzufriedenheit nach Gelenkersatzoperationen erfasst) mit ein, scheint sich für Robotik eine gewisse Überlegenheit zu zeigen. Allerdings sind alle Ergebnisse unter methodischen Vorbehalten zu sehen (begrenzte Evidenz vieler Studien) und es bestehen zudem häufig Interessenkonflikte von publizierenden Autoren, die ihre Untersuchungen mit Industrie-Unterstützung durchführen.

 

Eine abschließende Bewertung von Vor- und Nachteilen insbesondere auch vor dem Hintergrund eines höheren Kosten- und Zeitaufwands für den Robotik-Einsatz steht deshalb weiterhin aus, fasste Günther den aktuellen Kenntnisstand zusammen.

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden