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Intranasales Adrenalin zur Therapie der Anaphylaxie

Mit der Zulassung von intranasalem Adrenalin steht nun eine zusätzliche Applikationsform zur Verfügung, die insbesondere für Patienten mit Anwendungsbarrieren gegenüber Autoinjektoren eine potenzielle Alternative darstellen könnte. Erste klinische Studien zeigen, dass intranasales Adrenalin rasch wirksam sein kann und eine symptomatische Verbesserung innerhalb weniger Minuten erreicht. Gleichzeitig ist die bisherige Evidenzbasis jedoch noch begrenzt und beruht überwiegend auf pharmakokinetischen Daten und kleineren klinischen Studien.

Für die klinische Praxis bedeutet dies, dass intranasales Adrenalin eine vielversprechende Ergänzung, jedoch derzeit noch keinen vollständigen Ersatz für die etablierte intramuskuläre Adrenalintherapie darstellt, erklärte Kopp. Weitere große Studien und Real-World-Daten seien erforderlich, um die Rolle dieser Therapieform im Notfallmanagement der Anaphylaxie endgültig zu definieren.

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden