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Frühe Detektion verbessert Prognose bei Herzinsuffizienz

Eine relativ einfache Strategie zur Verbesserung der Identifikation von Patienten mit Herzinsuffizienz ist die Anwendung einer Kombination aus Herzinsuffizienz Symptomen/-Zeichen und einem erhöhten NT-proBNP. In der Folge könnten dann Patienten mit entsprechenden Symptomen, Zeichen der Herzinsuffizienz und erhöhtem NTpro-BNP einer Echokardiografie zugeführt werden, um strukturelle oder

funktionelle kardiale Pathologika festzustellen und spezifisch zu behandeln.

Aktuelle Ergebnisse der schwedischen REVOLUTION-HF-Studie (Anderson, L. et al., Eur Heart J, 2025) zeigen nun, dass Patienten mit Verdacht auf neu aufgetretene Herzinsuffizienz, identifiziert durch Herzinsuffizienz-Symptome oder Herzinsuffizienz-Zeichen und erhöhtes NT-proBNP, eine hohe Mortalität und Herzinsuffizienz-Hospitalisierungsrate aufweisen, welche die Gesundheitskosten, insbesondere für kardiorenale Komplikationen, deutlich steigern.

Die Daten legen nahe, dass eine frühe Diagnostik und Implementierung der Leitlinien-gerechten Herzinsuffizienz-Medikation das Outcome der Patienten gerade in der frühen Phase verbessern und dass damit Kosten für Herzinsuffizienz-Hospitalisierungen und Komorbiditäten wie Niereninsuffizienz reduziert werden können, so Klein. Insbesondere für SGLT2-Inhibitoren könnte eine Implementierung auch bereits ohne kardiologische Konsultation und Echokardiografie erfolgen, da das Sicherheitsprofil dieser Substanzen sehr günstig sei.

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden