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Visus-Verlust nach intraokularer Silikon-Tamponade

In größeren Serien wird die Inzidenz eines solchen unerklärlichen Visus-Verlusts auf 5 % bis 10 % geschätzt. Der Visus-Verlust nach Silikonentfernung, der zwischen 1 und 30 Tagen nach Silikonentfernung auftreten kann, wird auf bis zu 30 % der Fälle geschätzt, wobei sich die publizierten Zahlen erheblich unterscheiden.

Der typische Verlauf einer Silikon-Retinopathie findet sich bei Patienten mit einer Riesenriss-Ablatio und noch anliegender Makula, die zum Zeitpunkt der ersten operativen Versorgung noch einen sehr guten Visus haben können und die einen irreparablen Visus-Verlust nach Silikonentfernung erleiden können – bei unverändert anliegender Makula.

Die Indikation zur Silikon-Tamponade sollte deshalb immer hinterfragt werden, forderte Bornfeld. Die bisherigen Daten lassen vermuten, dass das Risko einer Silikon-Retinopathie sinken könnte, wenn das Silikon innerhalb von drei Monaten entfernt werde, falls dies klinisch möglich sei.

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden