Das zeigt die Phase-III-Studie ESSENCE (N Engl J Med, 2025), welche die Wirksamkeit von Semaglutid in der für Adipositas zugelassenen Dosis von bis zu 2,4 mg 1x/Woche s.c. bei Patienten mit MASH und relevanter bzw. fortgeschrittener Fibrose (Stadien F2 und F3) untersuchte. Obgleich der dort nachgewiesene statistische Effekt auf die Fibrose-Verbesserung nicht sehr stark erscheint, könnte dieses Präparat damit möglicherweise eine neue Standardtherapie für die nicht-zirrhotische MASH mit metabolischem Risikoprofil werden, so Tacke.
Obgleich (nach einer positiven Empfehlung des Ausschusses für Humanarzneimittel – CHMP der EMA im Januar 2026) die Zulassung von Semaglutid für die neue Indikation MASH seit April 2026 in Europa vorliege, sei derzeit keine Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen in dieser Indikation gegeben. Das Präparat für diese Indikation mit dem Markennamen „Kayshild“ sei derzeit (noch?) nicht in Deutschland verfügbar. Dagegen habe die amerikanische Lebergesellschaft AASLD nach Zulassung von Semaglutid 2,4 mg als MASH-gerichtete Pharmakotherapie detaillierte Empfehlungen zum Einsatz veröffentlicht.
G.-M. Ostendorf, Wiesbaden