Zwar wurden für einige pflanzliche Zubereitungen ausgeprägte anti-entzündliche Effekte nachgewiesen, sowohl in vitro als auch in vivo. Wirksamkeitsbelege aus klinischen Studien fehlen allerdings weitgehend. Bei entsprechendem Patientenwunsch kommt eine adjuvante Phytotherapie bei Rheuma in Frage, so Kraft. Dabei ist ein synergistischer Einsatz zur Standard-Therapie möglich, da keine Arzneimittel-Interaktionen bekannt seien.
Für die Langzeit-Therapie kommen vor allem Zubereitungen aus Brennesselblättern und Teufelskrallenwurzeln in Frage, wobei für beide die Studienlage dürftig ist. Zur äußerlichen Anwendung können Zubereitungen aus Arnika-Blüten und Cayennepfeffer verwendet werden; letzterer hat eine analgetische Wirkung bei neuropathischen Schmerzen.
G.-M. Ostendorf, Wiesbaden