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Lasertherapie bei diabetischer Retinopathie

Marktübliche Mikropulslaser / Subtreshold-Laser verhindern eine Narbenbildung und scheinen gleichwertige Behandlungsergebnisse zu erbringen wie die klassische cw-Laserbehandlung. Die Kombination von Laser mit Anti-VEGF könnte die Anzahl nötiger Injektionen reduzieren (die klassischen Zulassungsstudien vor mehr als 13 Jahren haben dies aber nicht gezeigt!).

Die Anti-VEGF-Monotherapie bei proliferativer diabetischer Retinopathie wird trotz Zulassung kritisch gesehen, da ein hohes „Lost-to-follow-up“ im klinischen Alltag existiert und sich bei Abbruch der Therapie die Progression der diabetischen Retinopathie regelhaft verstärkt. Interessanterweise zeigen post-hoc-Analysen der alten DRS-/ETDRS-Studien, dass es bei diabetischer Retinopathie auch ohne post-Laser-Koagulations-Narben (nach panretinaler Laserkoagulation) zu deutlichen Gesichtsfeldverlusten über die Zeit kommt.

Das spricht auch für die Lasertherapie als „First-Line“ bei proliferativer diabetischer Retinopathie, so Framme; eine Kombination mit Anti-VEGF könne aber durchaus sinnvoll sein. Augenärztliche Fundus-Kontrollen, zeitlich angepasst an die jeweilige Situation der Patienten (Progressionsgefahr?), sollten adäquat in Mydriasis durchgeführt werden.

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden

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