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Indikationsausweitung für „Abnehmspritzen“ zu erwarten

In den letzten Jahren wurde für den GLP-1-Rezeptor-Agonisten Semaglutid, aber auch für den GLP-1/GIP-Rezeptor-Agonisten Tirzepatid verschiedene Studien bei Personen ohne Diabetes zur Gewichtsabnahme eingesetzt. Adipositas ist nicht primär ein kosmetisches Problem, sondern führt zu einer Vielzahl an Erkrankungen. Daher werden die GLP-1 bzw. GLP-1/GIP-Rezeptor-Agonisten zunehmend in klinischen Studien bei entsprechenden Erkrankungen eingesetzt.

Die dabei nachweisbaren positiven Effekte dieser Medikamente auf kardiovaskuläre Ereignisse sowie aktuell auf die metabolische Dysfunktion-assoziierte Steatohepatitis (MASH; ehemals nicht-alkoholische Steatohepatitis – NASH), die Herzinsuffizienz, die pAVK, das Apnoe-Syndrom und Kniearthrosen sowie zur Prävention des Typ 2 Diabetes werden von den Herstellerfirmen sicher zur Indikationsausweitung genutzt werden, prognostizierte Martin.

So sei Tirzepatid in den USA inzwischen zur Behandlung des Schlafapnoe-Syndroms zugelassen, während die europäische Zulassungsbehörde diesem Votum nicht gefolgt sei. Wie lange dies noch haltbar sei, bleibe abzuwarten.

Man könnte den Eindruck bekommen, dass diese „Abnehmspritzen“ Allheilmittel oder Wunderspritzen seien. Vielmehr belegen die aktuellen Daten aber nur eindeutig, dass Adipositas ein Krankheitstreiber sei und durch eine deutliche Gewichtsabnahme Adipositas-ausgelöste Erkrankungen sich günstig beeinflussen lassen.

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden

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