Internationale Leitlinien empfehlen hierfür eine systematische Untersuchung und Behandlung nach dem ABCDE‑Schema. Dieses Prinzip folgt der grundlegenden Regel „treat first what kills first“. Lebensbedrohliche Störungen der Atemwege, der Atmung oder des Kreislaufs müssen priorisiert erkannt und unmittelbar behandelt werden.
Das ABCDE‑Schema umfasst folgende Schritte:
· Sicherung der Atemwege (Airway)
· Beurteilung und Unterstützung der Atmung (Breathing)
· Stabilisierung des Kreislaufs (Circulation)
· neurologische Beurteilung (Disability)
· vollständige Untersuchung und Anamnese (Exposure)
Das Ziel der Erstversorgung besteht darin, lebensbedrohliche Störungen frühzeitig zu erkennen, sofortige stabilisierende Maßnahmen einzuleiten und eine weitere Verschlechterung bis zur definitiven Therapie zu verhindern. Wichtig ist, dass diagnostische und therapeutische Schritte parallel erfolgen. Jede Intervention wird anschließend erneut bewertet, indem der Patient erneut nach dem ABCDE‑Schema untersucht wird.
G.-M. Ostendorf, Wiesbaden