Eine aktuelle Studie zur Nierenfunktion von Patienten unter einer Lithium-Langzeittherapie (Bipolar Disord., 2025) legt nahe, dass sich bei 15 % der Patienten mit Stimmungsstörungen, die eine Lithium-Langzeittherapie erhalten, eine chronische Nierenerkrankung entwickelt, wobei deren Fortschreiten wahrscheinlich eher durch bestehende Begleiterkrankungen als durch Lithium allein beeinflusst wird.
Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung der Überwachung der Nierenfunktion bei Patienten unter Lithium-Therapie und der Berücksichtigung individueller Risikofaktoren für die Entwicklung einer chronischen Nierenerkrankung, so Bauer. Bemerkenswert sei, dass das Absetzen der Lithiumtherapie keinen Einfluss auf die Veränderung der Nierenfunktion bei Patienten hatte, die eine CKD entwickelten. Daher seien das frühzeitige Erkennen und die Behandlung von zugrundeliegenden medizinischen Komorbiditäten entscheidend, um das Fortschreiten der Niereninsuffizienz zu verzögern.
G.-M. Ostendorf, Wiesbaden