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Bestrahlungsvarianten beim Prostatakarzinom

Die moderat hypofraktionierte Radiotherapie (MHRT) hat sich in den letzten Jahren als fester Standard in der Behandlung des Prostatakarzinoms etabliert.

Die stereotaktischen Körperbestrahlung (SBRT) erlaubt eine Behandlung in wenigen Sitzungen und zeigt in niedrigen und intermediären Risikogruppen vergleichbare onkologische Ergebnisse bei akzeptabler früher Toxizität. Für Patienten mit höherem Risiko sind insbesondere Langzeitdaten zu Wirksamkeit und Spättoxizität noch limitiert, weshalb die MHRT hier weiterhin eine wichtige Referenztherapie darstellt.

Ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt ist das fokale Boosting intraprostatischer Tumorherde, meist basierend auf multiparametrischer MRT oder PSMA-PET. Ziel ist eine gezielte Dosis-Eskalation im makroskopisch sichtbaren Tumor bei gleichzeitiger Schonung des umgebenden gesunden Gewebes. Erste Studien zeigen verbesserte lokale Kontrollraten ohne relevante Zunahme schwerer Nebenwirkungen. Allerdings erfordert dieser Ansatz hohe technische Präzision und standardisierte Bildinterpretation.

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden