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Was ist „ganzheitliche Zahnmedizin“?

Die „ganzheitliche Zahnmedizin“ war eines der übergreifenden Themen für Ärzte und Zahnärzte auf dem 149. Fortbildungskongress des Zentralverbandes der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin (ZAEN) vom 24. bis 28. September 2025 in Freudenstadt.

Sie betrachte Diagnostik, Beratung und Therapie nicht nur im lokalen Bereich des Mund- und Kiefersystems, sondern in Verbindung mit anderen Systemen des Körpers. Dabei fuße sie auf mehreren Säulen, so neben der klassischen Schulmedizin auch auf der Regulationsmedizin und der der Störfelddiagnostik. Sie erkenne die komplexen Wechselwirkungen zwischen dem stomatognathen System (Mund, Kiefer, Gesicht) und dem Gesamtorganismus.

Aus ganzheitlich systemischer Sicht könne bei Sanierung von Schäden an den Zähnen vieles falsch gemacht werden, mit weitreichenden Folgen für alle medizinischen Fachgebiete, behauptete der Zahnarzt Hardy Gaus aus Albstadt: „An jeder Ecke lauern Gefahren.“ So sei das Potenzial, Störherde zu erzeugen, im Zahn-, Mund- Kieferbereich besonders hoch. Wichtig sei etwa die Berücksichtigung energetischer Aspekte, von Störherd- und Materialbelastungen einschließlich verschiedener Maßnahmen zur Ausleitung von Schadstoffbelastungen.

Bei der Vermeidung oder wenigstens Minimierung von Problemen seien u. a. auch die jahrtausendealten Erkenntnisse aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) von großer Bedeutung, so Gaus weiter. Entsprechend lehrte der Zahnarzt Bodo Wettingfeld aus Arnsberg, die Zunge nach den Prinzipien der TCM zu spiegeln – orientiert an der Meridian- und Fünf-Elemente-Lehre – und erste diagnostische Einschätzungen daraus abzuleiten.

Bei kritischer Beurteilung handelt es sich dabei aber durchweg um fragwürdige alternativmedizinische Konzepte.

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden