Springe auf Hauptinhalt Springe auf Hauptmenü Springe auf SiteSearch

Vorgehen beim duktalen Carcinoma in situ der Mamma (DCIS)

Das DCIS macht 15 % bis 25 % aller Brustkrebsdiagnosen aus, wobei die Prognose insgesamt ausgezeichnet ist. Das Hauptrisiko liegt im Auftreten lokaler Ereignisse in der Brust, da sich die meisten DCIS-Fälle nicht zu einem invasiven Karzinom entwickeln.

Aktuelle Studiendaten belegen eindrücklich, dass das DCIS nicht mehr verallgemeinernd als eine obligate Präkanzerose mit einem raschen Progress in ein invasives Karzinom angesehen werden darf. Die genetischen Grundlagen dieses Krankheitsbild legen das zwar in einigen Punkte nahe, aber die klinischen Daten zwingen dazu, zwischen einem low grade DCIS und einem high grade DCIS sorgsam zu unterschieden.  Weiter sind ein ipsilaterales DCIS-Rezidiv und ein kontralaterales DCIS unterschiedlich zu bewerten.

Beim high-grade DCIS muss sorgfältig das Manual der operativen Eskalation im Sinne einer brusterhaltenden Therapie, möglichst mit Erhalt des Mamillen-Areolen-Komplex, erwogen werden. Die Nachbeobachtungszeit in den Studien ist nicht ausreichend, um generell auf die operative Sanierung zu verzichten, besonders bei Frauen mit einer hohen Rezidiv-Angst und/oder einer schwer zu überwachenden Brust.

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden