Er nannte folgende Leitsätze zum Vorgehen bei drohender Frühgeburt:
- · Die transvaginale Zervix-Längenmessung bleibt der zentrale Baustein der Frühgeburtsprädiktion, sowohl bei symptomatischen als auch bei asymptomatischen Schwangeren.
- · Bei asymptomatischen Frauen mit kurzer Zervix ist vaginales Progesteron evidenzbasiert wirksam. Bei weiterer Verkürzung ist die Anlage einer Cerclage sinnvoll.
- · Biomarker sind v. a. im intermediären Risikobereich bei symptomatischen Schwangeren sinnvoll. Tokolytika haben einen gesicherten Effekt für 48 Stunden; eine weitere Verlängerung der Schwangerschaft durch sonstige Maßnahmen ist nicht belegt.
G.-M. Ostendorf, Wiesbaden