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Prophylaxe der Post-ERCP-Pankreatitis ist wichtig

Dies ist besonders relevant, weil es sich bei der Post-ERCP-Pankreatitis um eine der häufigsten und wichtigsten iatrogenen Erkrankungen in der Gastroenterologie handelt. Wegen der hierdurch grundsätzlich möglichen forensischen Implikationen ist es unverzichtbar, neben einer unbestreitbaren Indikation zur Prozedur und einer lückenlosen, sauber dokumentierten Aufklärung auch wirksame, evidenzbasierte Präventionsmaßnahmen zu gewährleisten.

·         Präprozedurales Diclofenac und Indometacin (jeweils 100 mg rektal) haben sich inzwischen als prophylaktischer Standard der Post-ERCP-Pankreatitis etabliert und sind nach aktuellen Studiendaten (Gut, 2025) ähnlich effektiv.

·         Hochvolumen-Substitution peri-interventionell für mindestens 4 bis 6 Stunden reduziert das Risiko einer Post-ERCP-Pankreatitis deutlich; die Dauer sollte beim postinterventionellen Monitoring angepasst (d. h. bei Bauchschmerzen oder Enzymanstieg bis auf 8 Stunden verlängert) werden.

·         Prophylaktisches Pankreasstenting bleibt bis zum Vorliegen besserer, möglichst prospektiv-kontrollierter Daten eine Reserveoption für besondere Hochrisikopatienten.

Die effizienteste Prävention der Post-ERCP-Pankreatitis dürfte durch die Kombination eines rektalen NSAR mit Volumensubstitution gelingen, fasste Layer den aktuellen Kenntnisstand zusammen.

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden