Die Patienten können klinisch auffällig werden; ansonsten erfolgt die Detektion über einen Anstieg des hochsensitiven Troponins. Es besteht allerdings kein Konsens, ob perioperativ routinemäßig hochsensitives Troponin bestimmt werden soll oder nicht, vor allem weil sich die daraus ergebenden Konsequenzen unklar sind. Unzweifelhaft führt aber eine solche Schädigung zu erhöhter Morbidität und auch Letalität.
Sehr wichtig ist nach Erkennen der Schädigung die rasche Beseitigung der Ursachen, soweit das möglich ist. Im Vordergrund der Behandlung stehen die schnelle Korrektur hämodynamischer oder metabolischer Störungen und auch eine ausreichende Analgesie. Sehr häufig muss auch ein Myokardinfarkt Typ I ausgeschlossen werden. Eine spezifische Prophylaxe ist derzeit nicht möglich.
G.-M. Ostendorf, Wiesbaden