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Intraossärer Zugang als Alternative bei der Reanimation

Entscheidend ist vielmehr, dass schnell ein Zugang etabliert wird, um Adrenalin und ggf. Antiarrhythmika zeitgerecht applizieren zu können. Erstmals liegen robuste Daten auf hohem Evidenzniveau vor, dass ein intraossärer Gefäßzugang als gleichwertig zu einem peripher-intravenösen Zugang zu werten ist.

Somit wird der etablierte Leitlinienstandard bestätig: Ein intravenöser Zugang soll angestrebt werden, aber ein intraossärer Zugang ist eine gleichwertige Alternative, wenn intravenös nicht zügig gelingt, so Rahmel. In der Praxis bedeute dies: Kein unnötiges Zögern mit der Medikamentengabe, um auf einem schwierig zu legenden intravenösen Zugang zu beharren. Stattdessen könne nach ein oder zwei gescheiterten intravenösen Versuchen unmittelbar intraossär punktiert werden. Für Notfall- und Rettungsdienstpersonal gebe dies wichtige Handlungssicherheit.

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden