Die Darstellung im Pharynx kann mittels Gastroskop, Bronchoskop, HNO-Endoskop oder Laryngoskop erfolgen, wobei die Video-Laryngoskopie bevorzugt wird. Bei länger bestehender oder unklarer Symptomatik können Durchleuchtungs-Untersuchungen mit Kontrastmittel eingesetzt werden, um nicht-röntgendichte Fremdkörper oder andere Pathologien wie Stenosen nachzuweisen. Für spitze Fremdkörper gilt: Röntgendichte Objekte können mit CT lokalisiert werden, nicht-röntgendichte Objekte mit MRT.
Bei Perforationsverdacht ist ebenfalls eine CT-Untersuchung zur Beurteilung des Ausmaßes sinnvoll. Initial kann eine Darstellung nur bis zum Oberbauch erfolgen; bei fehlendem Nachweis oder Verdacht auf mehrere Fremdkörper sollte eine Abdomen-Aufnahme im Liegen ergänzt werden. Ist die Lage nur unsicher dem Magen zuzuordnen und klinisch relevant, kann eine zusätzliche Aufnahme in Linksseitenlage erfolgen, um die Position im Fundus zu klären.
Die radiologische Diagnostik darf allerdings nicht zu zeitlichen Verzögerungen führen, die eine gesundheitliche Gefährdung darstellen könnten, warnte Nelson.
G.-M. Ostendorf, Wiesbaden