Die Behandlung der Epiphyseolysis capitis femoris ist immer operativ, erklärte Anna K. Hell, Leiterin Schwerpunkt Kinderorthopädie an der Klinik für Unfallchirurgie, Kinderorthopädie und Plastische Chirurgie an der Universitätsmedizin Göttingen, auf dem 19. Pädiatrie-Update-Seminar am 17. und 18. April 2026 in Mainz.
Leider kommt es häufig zu einer langen Verzögerung zwischen Auftreten der ersten Symptome (nicht selten Knieschmerzen!) und der adäquaten Behandlung. Zudem werden oft MRTs angefertigt, welche die Epiphyseolysis capitis femoris zeigen, in deren Folge aber keine kinderorthopädische Vorstellung erfolgt. Dies ist forensisch schwierig, gab Hell zu bedenken, da die Diagnose dann dokumentiert sei, ohne dass daraus Konsequenzen gezogen wurden.
G.-M. Ostendorf, Wiesbaden