Bei der Indikationsstellung der epiduralen Injektion ergeben sich die stärksten Empfehlungen für die Durchführung bei radikulären Schmerzen bei lumbalem Bandscheibenvorfall und gegen die Durchführung bei Lumbalgien ohne bildmorphologisches Korrelat. In Bezug auf die Durchführung sollte die Injektion unter Durchleuchtung erfolgen und nur bei positivem Ansprechen wiederholt werden, also nicht als Serie verabreicht.
Mit dieser Leitlinie liegt eine außerordentlich gut recherchierte Handlungsempfehlung vor, welche differenzierte Indikationen für den sinnvollen Einsatz der epiduralen Injektion und wichtige Hinweise bei ihrer Durchführung herausgearbeitet hat, so Wölfle-Roos. Der Entscheidungsprozess für die Empfehlungen und die zugrunde liegende Evidenz werden transparent und detailliert dargestellt.
https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/151-005
G.-M. Ostendorf, Wiesbaden