Ein gemeinsames Konsensus-Dokument der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung und der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (Kardiologie, 2026) erläutert die derzeitigen Indikationen für die CT-Koronarangiographie. Es bestehen auch Kontraindikationen – so muss zum Beispiel eine gute Bildqualität zu erwarten sein.
Wichtig ist, dass vor Revaskularisations-Entscheidungen in aller Regel eine invasive Koronarangiographie zu erfolgen hat. Dabei besteht Konsens darüber, dass in der Routine nicht auf Basis des CT-Befundes die Indikation zur aorto-koronare Bypassoperation gesellt werden soll. Dies deshalb, weil in der CT-Angiographie z. B. durch Artefakte falsch-positive Befunde vorliegen können, so dass dann letztlich ohne echte Notwendigkeit operativ revaskularisiert würde.
Auch als Verfahren zur Abschätzung des koronaren Ereignisrisikos ist die CT-Angiographie interessant, weil sich nicht-stenosierende Plaques nachweisen lassen – diese sind mit einer erhöhen Ereignisrate assoziiert, so Achenbach. Allerdings seien solche Plaques in der Bevölkerung sehr häufig, ihr Nachweis und die Quantifizierung erfordere exzellente Bildqualität (die nicht immer gegeben sei) und es bleibe unklar, ab welchem Schwellenwert ein Nutzen einer präventiven Therapie zu erwarten sei.
G.-M. Ostendorf, Wiesbaden