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Veränderte Anforderungen zur Beteiligung am Schwerstverletzungsartenverfahren (SAV) der gesetzlichen Unfallversicherung

„Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Versorgungsqualität für unsere Versicherten weiter zu stärken“, sagt Dr. Edlyn Höller, stv. Hauptgeschäftsführerin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

Das Schwerverletzungsartenverfahren (SAV) ist die höchste Versorgungsstufe im dreistufigen stationären Heilverfahren. Die drei Stufen machen die optimale Versorgung der Versicherten abhängig von Art und Schwere der Verletzung. Die Heilverfahrenssteuerung durch die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung ist verbunden mit entsprechenden Qualitäts- und Leistungsanforderungen an die am Heilverfahren beteiligten Kliniken. Schwerstverletzte Versicherte dürfen deshalb nur in zugelassenen SAV-Kliniken behandelt werden.

Die wichtigsten neuen Anforderungen im Überblick:

1. MindestfallzahlenNeben einer hohen Strukturqualität müssen die SAV-Kliniken in Zukunft Mindestfallzahlen für einige schwere Unfallverletzungen mit Operationsnotwendigkeit nachweisen. Zu diesen Verletzungsarten zählen zum Beispiel Frakturen des Rumpfskeletts und der Extremitäten, Polytraumata sowie schwere Schädel-Hirnverletzungen (Anlage 1 zu den SAV-Anforderungen (PDF, 109 kB)). Damit trägt die DGUV dem Aspekt Rechnung, dass die häufige Übung einer anspruchsvollen Operation zu besseren Behandlungsergebnissen führt. In ländlichen und strukturschwachen Regionen können Ausnahmen gemacht werden, um die flächendeckende Versorgung zu sichern.

2. Vertretung des Durchgangsarztes/der DurchgangsärztinNeben der verantwortlichen ärztlichen Leitung im SAV müssen künftig nicht nur drei, sondern vier Ärzte/Ärztinnen mit der Zusatzbezeichnung "Spezielle Unfallchirurgie" beschäftigt sein.

3. Verfügbarkeit ärztlicher KompetenzenDie Verfügbarkeit verschiedener ärztlicher Kompetenzen ist in den neuen SAV-Anforderungen klarer formuliert. Je nach Fachgebiet werden eine "24-stündige Anwesenheit", eine "24-stündige Verfügbarkeit" oder eine "Verfügbarkeit nach fachlicher Dringlichkeit" gefordert.

4. OperationsabteilungAufgrund der besonderen Aufgabenstellung in der Versorgung Schwerstunfallverletzter ist eine Zonierung der Operationsabteilung erforderlich.

Bereits am SAV beteiligte Krankenhäuser erhalten eine dreijährige Übergangsfrist, um die neuen Voraussetzungen nachzuweisen. Für neu antragsstellende Krankenhäuser sind die Regelungen sofort gültig.

SAV-Anforderungen herunterladen (PDF, 323 kB)

Pressemitteilung der DGUV Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung