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Prognose des anaplastischen Schilddrüsenkarzinoms deutlich gebessert

Entscheidend ist dabei die molekularpathologische Diagnostik, um die optimale zielgerichtete Therapie zu finden. Besonders wichtig ist der Nachweis einer BRAF-Mutation, denn „die BRAF-Inhibition ist beim anaplastischen Schilddrüsenkarzinom ein absoluter Meilenstein in der zielgerichteten Behandlung“, erklärte Brandenburg.

 

Beim BRAF-negativen anaplastischen Schilddrüsenkarzinom ist eine Therapie mit einem PD1-Inhibitor möglich, ggf. kombiniert mit hypofraktionierter Radiotherapie.

 

So konnte inzwischen das Gesamtüberleben von bisher 5 Monaten auf 2 Jahre erhöht werden. Entscheidend ist die Beurteilung im interdisziplinären Tumorboard, ggf. auch wiederholt beim Therapiewechsel. Patienten mit einem anaplastischen Schilddrüsenkarzinom sollten in einem entsprechend spezialisierten Zentrum behandelt werden, da in der Regel nur dort eine entsprechende moderne Therapie gewährleistet ist.

 

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden