Diabetische Fuß-Ulzerationen stellen eine häufige Komplikation bei Diabetes mellitus dar, die nicht selten zu invasiven Infektionen führe, berichtete Ralf Lobmann von der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Geriatrie am Klinikum Stuttgart auf dem 21. Diabetologie-Update-Seminar am 20. und 21. März 2026 in Wiesbaden.
Besonders gefährlich ist die diabetische Fuß-Osteomyelitis, welche mit einer erhöhten Rate an Amputationen, erheblichen funktionellen Einschränkungen und einer gesteigerten Mortalität assoziiert ist. Die frühzeitige Identifikation von Infektionen ist beim diabetischen Fuß-Syndrom entscheidend, um schwerwiegende Komplikationen zu verhindern.
Neben der mikrobiologischen Untersuchung von Abstrichen oder Gewebeproben sind laborchemische Parameter von wesentlicher Bedeutung, um das Ausmaß sowie den Verlauf einer Infektion zu bestimmen. Klassische Entzündungsmarker wie Leukozytose oder CRP weisen bei Patienten mit Diabetes, insbesondere bei gleichzeitiger schwerer Nephropathie, häufig eine eingeschränkte Aussagekraft auf. Procalcitonin (PCT) hingegen hat sich nach aktuellen Studiendaten als potenzieller Biomarker zur frühzeitigen Detektion von Infektionen bei diabetischen Fuß-Ulzera erwiesen.
G.-M. Ostendorf, Wiesbaden