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Frühe Unterbrechung des Status epilepticus zwingend erforderlich

Die Inzidenz bei Patienten über 50 Jahren beträgt etwa 30/100.000 pro Jahr. Die Sterblichkeit ist mit etwa 20 % am höchsten bei Patienten über 80 Jahren.

 

Das Therapieschema des Status epilepticus ist dreistufig angelegt:

·         Stufe 1 umfasst Benzodiazepine (v. a. Lorazepam),

·         Stufe 2 die i.v. verabreichbaren Substanzen mit den „Klassikern“ Phenytoin und Valproinsäure und mittlerweile auch Levetiracetam und den „neuen“ Substanzen Lacosamid und Brivaracetam,

·         Stufe 3 – also bei therapeutischer Refraktärität der Vorstufen (refraktärer Status epilepticus) – Barbiturate (v. a. Thiopental), Midazolam und Propofol.

 

Lässt sich auch durch Stufe 3 keine Durchbrechung erzielen, spricht man vom „superrefraktären Status“, für den einige „Ultima-Ratio-Therapien“ zur Verfügung stehen.

 

Aktuelle Studienergebnisse zeigen allerdings, dass beim Status epilepticus die Leitlinien nicht konsequent befolgt werden und daraus auch eine schlechtere Prognose resultiert, so Erbguth

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden