T. FeldhausZusammenfassung
Hintergrund: Für die Diagnosestellung einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) nach DSM-5-TR und ICD-11 sowie einer Komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung (kPTBS) nach ICD-11 sind neben dem Nachweis eines geeigneten traumatischen Ereignisses sowie dem Vorliegen charakteristischer Symptome und funktioneller Beeinträchtigungen auch die nachvollziehbare Zuordnung dieser Symptome zu einem oder mehreren traumatischen Ereignissen (trauma-relatedness) erforderlich. Obwohl differenzierte diagnostische Empfehlungen und strukturierte Diagnostikverfahren vorliegen, weisen Untersuchungen der Versorgungsforschung auf Defizite der diagnostischen Exploration, Befunddokumentation und diagnostischen Einordnung in der klinischen Routine hin.
Ziel: Der Beitrag stellt die diagnostische Bedeutung der trauma-relatedness dar, beschreibt wissenschaftlich begründete Schwierigkeiten der diesbezüglichen Beurteilung und leitet Konsequenzen für Diagnostik und sozialmedizinische Kausalitätsbeurteilung ab.
Inhalt: Erörtert werden phänomenologische Besonderheiten traumaassoziierter Symptome, psychologische und gedächtnisbezogene Prozesse, mögliche explorationsbedingte Verzerrungen sowie die diagnostischen Konsequenzen des worst-event-Ansatzes. Hieraus werden konkrete Empfehlungen für die diagnostische Exploration und Befunddokumentation abgeleitet.
Schlussfolgerung: Die diagnostische Ereigniszuordnung stellt einen unverzichtbaren Bestandteil der PTBS-Diagnostik und zugleich eine wesentliche Grundlage für die sozialmedizinische Begutachtung dar. Die möglichen Schwierigkeiten bei der Beurteilung der trauma-relatedness erfordern eine strukturierte diagnostische Exploration und eine transparente B ...
Bibliogr. Info (RIS)
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Der Ereignisbezug (trauma-relatedness) bei der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) und der Komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung (kPTBS): Implikationen für Diagnostik und sozialmedizinische Kausalitätsbeurteilung
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