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Sauerstofflangzeittherapie effektiv bei COPD

In einer aktuellen Studie (Khor et al., Thorax, 2025) wurden nun die Auswirkungen der Initiierung einer Sauerstofflangzeittherapie bei Patienten mit COPD, interstitiellen Lungenerkrankungen und pulmonaler Hypertonie in der populationsbasierten schwedischen DISCOVERY-Kohorte evaluiert. Dabei wurden Patienten eingeschlossen, die von 2000 bis 2018 auf eine Sauerstofflangzeittherapie eingestellt waren und ein Follow-Up von mindestens 3 Monaten hatten. Als Endpunkte wurden analysiert: Exazerbationen – gesamt und hospitalisiert, Hospitalisierungen jedweder Ursache sowie ambulante Vorstellungen jedweder Ursache.

Die Patienten mit COPD (n = 10.134) zeigten signifikante Verminderungen für die beiden genannten Exazerbationsendpunkte und Hospitalisierungen jedweder Ursache (p < 0,001). Die ambulanten Vorstellungen gingen mit der Sauerstofflangzeittherapie nach oben. Ähnliche Ergebnisse zeigten sich für Patienten mit hyperkapnischer und nicht-hyperkapnischer COPD.

Die Initiierung einer Sauerstofflangzeittherapie hat offensichtlich günstige Auswirkungen auf das Risiko, Exazerbationen zu entwickeln und/oder in die Klinik aufgenommen zu werden, kommentierte Vogelmeier. Nachdem die Daten zur Mortalitätssenkung sehr alt und für die aktuelle Situation damit nicht eindeutig repräsentativ seien, stellen diese neuen Daten mit einer sehr hohen Zahl von wesentlich besser charakterisierten Patienten eine gute Grundlage für die Verordnung einer Sauerstofflangzeittherapie dar.

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden