Ziel ist die Wiederherstellung einer suffizienten Spontanatmung unter Vermeidung von Komplikationen wie Ventilator-assoziierter Lungenschädigung, respiratorischer Muskelatrophie oder prolongierter Sedierung.
Das prolongierte Weaning allerdings ist ein komplexer, multifaktorieller Prozess. Neben nicht beeinflussbaren Faktoren wie Alter spielen vor allem modifizierbare Parameter – insbesondere Volumenstatus und metabolische Situation – eine entscheidende Rolle.
Eine gezielte Identifikation und Optimierung dieser Faktoren können wesentlich zur Verbesserung des Weaning-Erfolgs beitragen und sollten integraler Bestandteil der intensivmedizinischen Betreuung sein, forderte Dreher. Hervorzuheben seien Beatmungsdauer und Volumenstatus (Volumenüberladung) als prognostische Faktoren.
Ggf. sei die frühzeitige Zuweisung in spezialisierte Weaning-Zentren bei entsprechender Konstellation oder Risikopatienten (ältere Personen, Personen mit onkologischen oder neuromuskulären Erkrankungen sowie Personen mit chronischer Niereninsuffizienz) zu erwägen.
G.-M. Ostendorf, Wiesbaden