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PAVK – unterschätzt und unterbehandelt

Erklärt wird dies unter anderem damit, dass die korrekte Diagnose im Vergleich zu anderen atherosklerotischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen erst verspätet in fortgeschrittenen Krankheitsstadien erfolgt und dass die Adhärenz zu den präventivmedizinischen Empfehlungen weit hinter den Erwartungen zurückbleibt.

 

In der Folge ist die Langzeit-Sterblichkeit der Betroffenen im Vergleich mit anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bösartigen Krebserkrankungen deutlich höher. In einer umfassenden Auswertung von Krankenkassendaten konnte gezeigt werden, dass die Sicherheit der erstmaligen stationären Behandlung der PAVK durch eine vorhergehende ambulante Vordiagnose erhöht werden könnte; die lag aber nur bei einem Teil der Fälle vor.

 

Dies ist insbesondere deshalb relevant, da bei der Entstehung, Diagnose und Behandlung der PAVK viele sozioökonomische, geschlechterspezifische und gesundheitssystemrelevante Faktoren eine Rolle spielen. Neben der großen und zunehmenden Belastung für das sektorenübergreifende Gesundheitssystem und der körperlichen sowie seelischen Beeinträchtigung der Betroffenen spielen die ausufernden Gesundheitskosten aufgrund unzureichender Früherkennung und Prävention eine besondere Rolle in der aktuellen Diskussion, so Behrendt.

 

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden