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OP der Kieferhöhle bei odontogener Sinusitis maxillaris ausreichend

Unter einem funktionell endoskopisch assistierten Nasennebenhöhlen-Eingriff (FESS) verstehen Fachärzte für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde allerdings eine Eröffnung aller Nasennebenhöhlen, also neben der Kieferhöhle auch der Stirnhöhle, der Siebbeinzellen und der Keilbeinhöhle. Hierbei wird jedoch nicht die Pathophysiologie des zu Grunde liegenden Krankheitsbildes berücksichtigt, kritisierte Krimmel. Eine Eröffnung aller Nasennebenhöhlen sei nur bei einer komplizierten odontogenen Sinusitis maxillaris mit orbitaler oder intrakranieller Beteiligung indiziert.

Auf Grund der fehlenden Notwendigkeit und der größeren Morbidität, so auch des Risikos einer Vernarbung und Stenosierung im Bereich des Recessus frontalis, sollte eine Fensterung mehrerer oder aller Nasennebenhöhlen bei der unkomplizierten odontogenen Sinusitis maxillaris vermieden werden.

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden