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Negative Auswirkungen der juvenilen idiopathischen Arthritis auf die Erwerbssituation

Das zeigt eine aktuelle Studie (Arthritis Care Res. [Hoboken], 2025), in welcher die Entwicklung von Einkommen und Arbeitsausfall bei Patienten mit juveniler idiopathischer Arthritis mit Vergleichspersonen aus der Allgemeinbevölkerung verglichen wurde. Hierzu standen 4.737 Patienten aus dem schwedischen nationalen

Patientenregister (2001–2017) und 23.645 Kontrollen, gematcht und adjustiert nach Geburtsjahr, Geschlecht und Wohnort, zur Verfügung. Einkommen und Arbeitsausfall wurden ab Alter 18 berechnet.

Dabei zeigten sich folgende Ergebnisse:

Die Patienten mit juveniler idiopathischer Arthritis

·         hatten ein um 5,5 % niedrigeres Einkommen (mittlere jährliche Differenz: -736 €). Im Alter von 30 Jahren hatten Patienten noch ein um 3,9 % niedrigeres Jahreseinkommen (-977 €). Das niedrigere Einkommen war über verschiedene Einkommensperzentilen hinweg konsistent. Der Unterschied war jedoch im unteren Bereich der Verteilung numerisch größer.

·         hatten doppelt so viele Arbeitsausfalltage, 11 zusätzliche Tage pro Jahr. 25 % der Patienten hatten einen Arbeitsausfall von mehr als 14 Tagen, verglichen mit 15 % in der Kontrollgruppe. Nach 2005 waren Arbeitsausfälle geringer.

·         wiesen ab dem 18. Lebensjahr und in beiden Geschlechtern niedrigere Beschäftigungsquoten als gleichgestellte Vergleichspersonen (-2,8 %).

Die Einkommensunterschiede und der Arbeitsausfall verringerten sich mit zunehmendem Alter. Neuere Therapien seit 2005 haben offenbar einen günstigen Einfluss, so Horneff.

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden