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Diagnostik bei Long-COVID

Das Basis-Labor dient zum Ausschluss anderer Erkrankungen. Eine weitergehende Labordiagnostik ist nur indiziert bei bestimmten Untergruppen von Long-COVID, so beim Verdacht auf Autoimmunerkrankungen ein Screening auf ANA (antinukleäre Antikörper) und ggf. ENA (extrahierbare nukleäre Antikörper) und bei Infektanfälligkeit die Bestimmung von IgG, IgA und IgM. Nicht indiziert sind kommerziell angebotene umfangreiche Speziallabor-Untersuchungen, etwa die Bestimmung der Spike-Proteine, der Lymphozyten-Transformationstest (LTT) oder eine mikrobiologische Diagnostik. 

 

Bei Fatigue und Belastungsintoleranz ist eine Abklärung mit EKG, Echokardiographie, Lungenfunktionsdiagnostik und Messung der Handkraft angezeigt. Wichtig ist zudem die Abklärung, welchen Anteil ggf. eine Depression oder Angststörung an der Symptomatik hat, da ein Drittel der Long-COVID-Patienten davon betroffen sind.

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden