Es geht hier vor allem um noch nicht etablierte Therapieentscheidungen, die auf der Genomik des Individuums basieren. Viele Studien sind inzwischen publiziert worden, die wie folgt zusammengefasst werden können: Es existiert ein Vorteil der dort besprochenen Patienten, wenn sie einen molekularen Befund haben.
Aktuelle Übersichtsarbeiten machen nun eines deutlich: Obwohl die Datenlage sehr heterogen ist, besteht für einen Teil der in molekularen Tumorboards besprochenen und dann auch entsprechend behandelten Patienten ein deutlicher Vorteil, sowohl was das progressionsfreie Überleben anbetrifft als auch das Gesamtüberleben.
Neubauer zog folgendes Fazit:
Molekulare Tumorboards können etwas, aber man sollte es nicht überschätzen. Im Einzelfall ist der Vorteil einer gezielten Therapie teilweise sehr groß, aber generell ist er das nicht.
G.-M. Ostendorf, Wiesbaden