Das ergibt eine aktuelle umfassende Literaturrecherche von Vandenplas und Koautoren zu IgE-vermittelten berufsbedingten Atemwegsallergien gegen Mehl. Obwohl eine Atemwegsallergie gegen Mehl durch wirksame Kontrollmaßnahmen am Arbeitsplatz potenziell vermeidbar ist, deuten die verfügbaren Daten darauf hin, dass die Exposition gegenüber Mehlstaub in den letzten zehn Jahren nicht zurückgegangen ist.
Moderne Entwicklungen in der Backwarenindustrie sind durch die Industrialisierung von Produktionsprozessen und den zunehmenden Einsatz von Backmittelzusätzen gekennzeichnet. Das hat zur Einführung neuer Allergenquellen geführt, deren Beitrag zur Entstehung klinischer Atemwegsallergien jedoch weitgehend ungeklärt bleibt.
In den letzten Jahren wurde die diagnostische Leistungsfähigkeit der Bestimmung Serum-spezifischer IgE-Antikörper gegen Weizen-/Roggenmehl und α-Amylase im Vergleich zu spezifischen Inhalationstests mit Mehl als Referenzstandard geklärt, wodurch diese Tests zu einer Komponente der ersten Wahl in Diagnose-Algorithmen geworden sind, so Nowak.
Vandenplas, O., Doyen, V., Raulf M. (2025). Occupational respiratory allergy to flour in the modern era. Curr Allergy Asthma Rep., 25 (1), 22
G.-M. Ostendorf, Wiesbaden