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Schmerzen bei und nach COVID-Erkrankung

·         akute Schmerzen als direkte Krankheitsfolge

·         chronische Schmerzen als Folge von Erkrankung und/oder Behandlung

·         Auswirkungen auf Patienten mit chronischen Schmerzen durch Isolation, eingeschränkte Behandlungsangebote und sozioökonomische Faktoren

 

Akute Symptome einer COVID-Infektion sind initial vor allem Kopf-, Muskel- (bis zu 70 Prozent) sowie Hals- und Thoraxschmerzen (15 bis 45 Prozent) im Rahmen der respiratorischen COVID-Komponente. Es gibt Hinweise darauf, dass sowohl entzündliche als auch neuropathische Mechanismen bei der Entstehung solcher Schmerzen eine Rolle spielen könnten.

 

Halten Schmerzen länger an, scheint die Inzidenz von Gelenk- und Thoraxschmerzen zuzunehmen. Parallel lässt sich bei vielen Patienten die nach Intensivbehandlungen bekannte „Critical Illness Neuropathy/Myopathy“ (CINM) diagnostizieren. Durch die hohe Zahl an intensivmedizinisch behandelten COVID-Patienten deutet sich hier in Zukunft ein erheblicher Behandlungsbedarf an, denn Spätfolgen (auch Schmerzen) nach Intensivbehandlungen sind ein relevantes und bisher unterschätztes Problem, erklärte Meißner.

 

Daneben werden sekundäre Schmerzen im Rahmen zerebrovaskulärer Ereignisse (Schlaganfälle) berichtet; dazu gehören neuropathische Schmerzen und Spastik.

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden