Trotz moderner multimodaler Therapiekonzepte und erheblicher Fortschritte in den operativen und strahlentherapeutischen Techniken ist die Prognose von Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren aufgrund einer hohen Rezidiv-Wahrscheinlichkeit weiterhin unbefriedigend, berichtete Stefan Kasper-Virchow vom Westdeutschen Tumorzentrum am Universitätsklinikum Essen auf dem 21. Onkologie-Update-Seminar am 16. und 17. Januar 2026 in Mainz.
Lediglich ca. 60 % der Patienten weisen ein Langzeitüberleben auf. Hier sind daher weitere Therapiestrategien zwingend nötig, um das Rückfallrisiko zu minimieren.
Erleiden die Patienten nach Resektion und/oder Bestrahlung einen Rückfall der Erkrankung oder entwickeln Fernmetastasen, besteht in der Regel die Indikation zur Einleitung einer systemischen palliativen Therapie. Neben der Chemo- und zielgerichteten Therapie ist der Einsatz von PD-1-Checkpointinhibitoren als Monotherapie oder in Kombination mit konventionellen Chemotherapien mittlerweile ein Standard bei Patienten mit rezidivierten bzw. metastasierten Plattenepithelkarzinomen und findet aktuell Einzug in die perioperative und/oder adjuvante Therapie, in Kombination mit Strahlentherapie nach Resektion der lokal fortgeschrittenen Tumoren.
G.-M. Ostendorf, Wiesbaden