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Frühe hämodynamische Stabilisierung bei Sepsis!

Die Leitlinie bestätigt erneut, dass Sepsis und septischer Schock medizinische Notfälle sind und dass die Behandlung und hämodynamische Stabilisierung so früh wie möglich begonnen werden sollen. Ziel ist die rasche Wiederherstellung der Gewebeperfusion und die Vermeidung von (weiteren) Organdysfunktionen.

Bei Patienten mit Sepsis-induzierter Hypoperfusion oder septischem Schock soll innerhalb der ersten drei Stunden eine initiale Flüssigkeitstherapie mit 30 ml/kg einer intravenösen kristalloiden Lösung (hierbei gilt das Standardkörpergewicht) erfolgen. Besonders Patienten mit Hypotonie profitieren von dieser frühen Gabe. Auch bei Patienten mit bestehenden Komorbiditäten wie chronischer Herz- oder Niereninsuffizienz zeigte sich in Studien keine erhöhte Komplikationsrate.

Nach der initialen Volumentherapie ist eine kontinuierliche Re-Evaluation des intravasalen Volumenstatus und der Organperfusion erforderlich, um eine Über- oder Untertherapie zu vermeiden. Bei Patienten mit septischem Schock, die Vasopressoren benötigen, wird ein Zielwert des mittleren arteriellen Druckes von 65 mm Hg empfohlen, da höhere Zielwerte keinen Überlebensvorteil zeigen und mit einem erhöhten Risiko für unerwünschte Ereignisse einhergehen.

S3-Leitlinie Sepsis – Prävention, Diagnose, Therapie und Nachsorge. Version 4.0, Stand: 30.4.2025, AWMF-Registernummer: 079 - 001

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden

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