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Fehl- und Mangelernährung bei Typ-2-Diabetes vermeiden

Experten betonten daher, wie wichtig es ist, die Nährstoffversorgung und gezieltes Muskeltraining als feste Bestandteile der Diabetesbehandlung zu verankern – sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich. Andernfalls droht eine sogenannte sarkopene Adipositas, also ein gleichzeitiges Auftreten von Übergewicht und Muskelschwund, welche die Insulinresistenz verschärft und die Gebrechlichkeit fördert. „Diese paradoxe Form der Mangelernährung ist ein wachsendes Problem, das wir viel früher erkennen müssen“, erklärte Julia Szendrödi, Präsidentin der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG).

Zu berücksichtigen ist auch weitere Erscheinungsformen von Mangelernährung, gerade bei Älteren, Diabetikern und Adipösen: „Bis zu 30 Prozent der Menschen mit Adipositas oder Typ-2-Diabetes weisen trotz ausreichender Kalorienzufuhr einen ausgeprägten Mikronährstoffmangel auf“, so Szendrödi. „Man erwartet das nicht – aber selbst bei Menschen mit Überernährung fehlen oft Vitamine und Spurenelemente.“

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden