Es handelt sich – von Ausnahmen abgesehen – um eine inkurable, schwer zu behandelnde Erkrankung. Aggressive Therapieverfahren wie die erweiterte Pleuropneumonektomie sind weitgehend verlassen, obwohl in Fallserien durchaus günstige Verläufe gesehen wurden.
Standard ist aktuell die palliative Systemtherapie mit Cisplatin und Pemetrexed oder Nivolumab und Ipilimumab. Die Behandlung mit Chemotherapie mit Bevacizumab ist wirksamer als Chemotherapie alleine, aber in Deutschland nicht zugelassen.
Fakultativ kann vor der Systemtherapie eine Pleurektomie/Dekortikation erfolgen; allerdings ist hierfür kein Überlebensvorteil belegt. Die Maßnahme sollte nur zur Kontrolle eines meist vorhandenen Pleuraergusses erfolgen.
Die Behandlung mit elektromagnetischen Feldern (Tumor Treating Fields) hat in einer einarmigen Studie günstige Ergebnisse im Vergleich zu einer historischen Kontrollgruppe gezeigt und kommt in Einzelfällen zur Anwendung. Die intraoperative Perfusion der Thoraxhöhle mit Cisplatin ist als experimentell zu betrachten; die „prophylaktische“ Stichkanal-Bestrahlung postoperativ sollte zugunsten einer palliativen Bestrahlung von manifesten Stichkanal-Metastasen verlassen werden.
G.-M. Ostendorf, Wiesbaden