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Arbeitsplatzverlust: gleich hohes Herzinfarktrisiko wie bei Diabetes, Bluthochdruck oder Rauchen

Die Health and Retirement Study stellt eine für die Bevölkerung der USA repräsentative Untersuchung von Menschen zwischen 51 und 75 Jahren dar. Sie lief prospektiv über bisher 18 Jahre mit Interviews alle zwei Jahre, in denen nach Beschäftigung, Gesundheit und sozioökonomischen Faktoren gefragt wurde. Erfasst wurden für die vorliegende Analyse mehr als 13 000 Personen, die bis zum Zeitpunkt des Untersuchungsbeginns keinen Herzinfarkt erlitten hatten. Während der 18-jährigen Beobachtungperiode wurden 1061 Herzinfarkte registriert (7.9 %). Matthew Dupre, Autor der Studie, schreibt Stressfaktoren die Hauptursache zu. Gewiss werden Änderungen in Ernährung und Schlafverhalten, vermehrtes Rauchen und Vernachlässigung der Kontrolle anderer Risikofaktoren wie Diabetes und Hypertonie nach einem Arbeitsplatzverlust eine Rolle gespielt haben [2]. W. Gallo, New York, betont in seinem Editorial, dass die Stressoren bei Arbeitsplatzverlust so zahlreich und komplex seien, dass eine Beschreibung und nähere Analyse nicht möglich sei.


(1) Matthew Dupre et al., Arch. Intern. Med. online. November 11, 2012
(2) Job Loss Has Same MI Risk as Smoking/Diabetes. Medscape. Nov. 21, 2012

Nachrichten der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie vom 30. Nov. 2012