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Gravierende Auswirkungen von Knochen- und ­Gelenkinfektionen

Knochen- und Gelenkinfektionen gehören zu den problematischsten Komplikationen in der Orthopädie und Unfallchirurgie, berichtete Markus Rupp, Stellvertretender Direktor der Klinik und Poliklinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie und Leiter Septische und Rekonstruktive Chirurgie am Universitätsklinikum Gießen auf dem 14. Infektiologie-Update-Seminar am 8. und 9. Mai 2026 in Berlin.

Sie weisen eine erhebliche Morbidität sowie eine relevante kurz- und langfristige Mortalität auf. Zudem verursachen sie gravierende sozioökonomische Belastungen für die Patienten, das Gesundheitssystem und die Gesellschaft. Lange Krankenhausaufenthalte, multiple operative Eingriffe, prolongierte antibiotische Therapien und komplexe Rehabilitationsmaßnahmen sind nicht selten erforderlich.

Diese Faktoren führen zu langfristigen Auswirkungen auf die berufliche und soziale Teilhabe der Betroffenen sowie auch zu erheblichen direkten und indirekten Kosten. Gerade wegen der aufwendigen Therapieverläufe mit wiederholten Operationen und langen Krankenhausaufenthalten sind eine frühzeitige Diagnose sowie strukturierte Behandlungskonzepte entscheidend, um sowohl die klinischen Ergebnisse effizient zu verbessern als auch die Ressourcen zu schonen.

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden