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Akutbehandlung von Blutungen bei angeborenen Thrombozytenstörungen

Das Spektrum reicht von leichten Schleimhautblutungen bis zu schwerwiegenden, potenziell lebensbedrohlichen Blutungen – etwa nach Trauma, gastrointestinalen Blutungen oder Blutungen in kritischen Organen, wie dem ZNS. Ein rasches, strukturiertes Vorgehen ist essenziell, um eine suffiziente Hämostase zu erreichen, weitere Komplikationen zu vermeiden und gegebenenfalls den Einsatz weiterer Maßnahmen (wie z.B. die chirurgische Blutstillung) zu unterstützen.

Die Behandlung orientiert sich an der Blutungslokalisation, dem Ausmaß des Blutverlustes sowie der Grunderkrankung. Allgemeine Maßnahmen zur Stabilisierung der Kreislaufsituation sind Grundlage jeder Therapie. Parallel erfolgt die spezifische hämostaseologische Behandlung.

Ein strukturierter diagnostischer Ansatz umfasst

·         die Einschätzung von Blutungsstärke, Blutverlust und Hämodynamik,

·         die Beurteilung des Blutbildes (Hämoglobin und Thrombozyten),

·         die Beurteilung der plasmatischen Gerinnung / den Ausschluss eines kombinierten Gerinnungsdefekts,

·         die Differenzierung zwischen traumatisch-, eingriffs- und hämostatisch-bedingter Blutung,

·         die Prüfung auf begleitende Faktoren (z. B. Medikamente mit Thrombozytenwirkung, Infektionen).

https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/086-004

G.-M. Ostendorf, Wiesbaden